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Umstrittener Deal als Staatsanwalt: Wegen Epstein-Missbrauchsaffäre: Trumps Arbeitsminister Acosta tritt zurück

Die Missbrauchsaffäre um den schwerreichen Unternehmer Epstein hat politische Folgen: US-Arbeitsminister Acosta wurde durch den Fall von seiner Vergangenheit eingeholt - und gibt deshalb nun sein Amt auf.

Donald Trump und Alexander Acosta

Donald Trump und US-Arbeitsminister Alexander Acosta (r.)

DPA

Nach den Missbrauchsvorwürfen gegen den Unternehmer Jeffrey Epstein tritt US-Arbeitsminister Alexander Acosta zurück. Das gab US-Präsident Donald Trump nach Angaben von Reportern im Beisein von Acosta bekannt. Trump sagte demnach, es sei die Entscheidung des Ministers gewesen.

Umstrittener Deal vor zehn Jahren

Acosta war in den vergangenen Tagen verstärkt unter Druck geraten. Hintergrund ist ein umstrittener Deal vor mehr als zehn Jahren, der dem Unternehmer Jeffrey Epstein ein Verfahren vor einem Bundesgericht ersparte - und dem Acosta als damaliger Staatsanwalt in Florida zustimmte. Noch am Mittwoch hatte sich der Minister aber gegen Rücktrittsforderungen der Demokraten gewehrt und sein Vorgehen als Staatsanwalt in Florida verteidigt.

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Acosta sagte, er könne verstehen, dass es Unmut über die damalige Strafe gebe. Auch sein Team und er hätten damals eine höhere Strafe für Epstein zum Ziel gehabt. Was die Opfer durchgemacht hätten, sei fürchterlich. Er begrüßte, dass es nun Ermittlungen in New York gegen Epstein gebe und betonte: "Er ist ein schlechter Mann und gehört hinter Gitter."

Donald Trump hatte Acosa verteidigt

Donald Trump hatte Acosta in Schutz genommen und gesagt, dieser sei ein "exzellenter" Minister, der in den vergangenen zweieinhalb Jahren einen "fantastischen" Job gemacht habe. Er habe zudem gehört, dass nicht nur Acosta in die damalige Entscheidung eingebunden gewesen sei, sondern viele Personen.

Laut der New Yorker Staatsanwaltschaft soll Epstein Dutzende minderjährige Mädchen missbraucht haben. Der 66-Jährige habe zwischen 2002 und 2005 in New York und Florida einen illegalen Sexhandelsring aufgebaut, hieß es in der Anklageschrift. Einige der Mädchen seien erst 14 Jahre alt gewesen und mit großen Summen Bargeld angelockt und dazu verleitet worden, weitere Mädchen heranzuschaffen. Epstein plädierte auf nicht schuldig.

nik / DPA