Erst klang es wie eine verrückte Idee, jetzt nimmt das Käfigkampf-Event vor dem Weißen Haus langsam Formen an. Die Bauarbeiten an der Kampf-Arena mit dem Namen „Die Klaue“ schreiten voran, auch die Kämpfer für die Veranstaltung am 14. Juni stehen fest. Das Event der Kampfsportart Mixed Martial Arts (MMA) ist ein Lieblingsprojekt von Präsident Donald Trump und soll anlässlich des 250. Geburtstags der Vereinigten Staaten stattfinden.
90.000 Zuschauer sollen die Kämpfe auf dem südlichen Rasen des Weißen Hauses verfolgen können. Darunter sollen auch Hunderte US-Soldaten sein. Wie die „Washington Post“ berichtet, hat das Verteidigungsministerium in den vergangenen Tagen über alle Einheiten hinweg nach Militärangehörigen gesucht, die in Uniform an dem Event in Washington teilnehmen.
Trumps Käfigkampf-Event: Soldaten müssen körperliche Voraussetzungen erfüllen
Wer bei den Käfigkämpfen als Soldat dabei sein will, muss allerdings bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Dabei geht es vor allem um Kriterien körperlicher Natur, berichtet die „Post“ mit Bezug auf ein internes Dokument des Pentagon: Die Soldaten sollen wie die Kämpfer einen topfitten Eindruck machen.
So müssen sie die vorgeschriebenen Fitnesstests bestanden haben und bestimmte Vorgaben bezüglich Gewicht und Körpermaßen erfüllen. Das Verhältnis des Taillenumfangs zur Körpergröße darf demnach nicht mehr als 0,55 betragen. Der US-Sender CNN verweist auf Daten der Cleveland Clinic, wonach das bei Männern mit der amerikanischen Durchschnittsgröße von 1,75 Metern einem Taillenumfang von maximal 94 Zentimetern entspricht.
Hintergrund der Vorgabe ist wohl, dass die Käfigkampf-Besucher in Uniform die Streitkräfte repräsentieren sollen. Verteidigungsminister Pete Hegseth hatte in der Vergangenheit mehrmals klargemacht, er wolle keine „fetten Soldaten“ haben.
Zwei weitere Voraussetzungen müssen die Soldaten außerdem erfüllen, um bei dem Event am Weißen Haus dabei zu sein, berichtet die „Washington Post“: Sie sollen echte Fans der Kampfsportart sein – und ihre Anreise sowie die Unterkunft in Washington selbst bezahlen. Laut CNN wollte sich das Verteidigungsministerium zu den Vorgaben nicht äußern.
Quellen: „Washington Post“, CNN