Zeitungsbericht SPD will Polizisten aus Afghanistan in Deutschland ausbilden


Die Innenminister der SPD wollen nach Presseinformationen einen Teil der Ausbildung afghanischer Polizisten in sichere Länder verlegen. Es stelle sich "zwangsläufig" die Frage, ob Deutschland "einen Beitrag zur Ausbildung der afghanischen Polizei auch außerhalb Afghanistans leisten kann".

Wegen Sicherheitsbedenken wollen die SPD-Innenminister einem Zeitungsbericht zufolge afghanische Polizisten in Deutschland ausbilden lassen. Es stelle sich zwangsläufig die Frage, ob Deutschland "einen Beitrag zur Ausbildung der afghanischen Polizei auch außerhalb Afghanistans leisten kann", zitierte die "Financial Times Deutschland" am Donnerstag einen Brief des Berliner Innensenators Ehrhart Körting an Bundesinnenminister Thomas de Maiziere (CDU). Körting ist Sprecher der SPD-Innenminister. Vor allem Führungskräfte der afghanischen Polizei sollten dem Vorschlag zufolge in Deutschland geschult werden, berichtete die Zeitung.

Die Bundesregierung hatte auf der internationalen Afghanistan-Konferenz in London zugesagt, die Zahl der deutschen Polizeiausbilder am Hindukusch aufzustocken. Derzeit sind dort rund 150 deutsche Polizisten und 45 Feldjäger der Bundeswehr am Hindukusch stationiert. Nach der Neubewertung der Lage in Afghanistan hatte unter anderem die Polizeigewerkschaft GdP eine Überprüfung des Einsatzes deutscher Polizisten gefordert. Bundesaußenminister Guido Westerwelle hatte zuletzt erklärt, dass in Afghanistan jetzt von einem bewaffneten Konflikt ausgegangen werde.

Reuters/AFP Reuters

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