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100 Jahre Frauenwahlrecht: Frauen im Bundestag: Nur zwei Fraktionen haben mehr weibliche als männliche Mitglieder

Vor einem Jahrhundert durften Frauen in Deutschland erstmals wählen und für politische Ämter kandidieren. Im Bundestag sind sie 2019 noch immer klar in der Unterzahl, wie die interaktive stern-Grafik zeigt.

Bundestag

Auf zwei Männer kommt eine Frau - dieses Bild von Horst Seehofer (links), Olaf Scholz und Angela Merkel spiegelt die Geschlechterverteilung im Bundestag wider. Zwei Fraktionen haben aber auch mehr weibliche als männliche Mitglieder.

Picture Alliance

Am 12. November 1918 wurde der Grundstein für das Frauenwahlrecht in Deutschland gelegt: Die Republik war drei Tage zuvor ausgerufen worden, der Erste Weltkrieg seit einem Tag vorbei. Der sogenannte Rat der Volksbeauftragten machte sich daran, den Übergang des Reichs von der Monarchie zur Demokratie zu gestalten. Ein Aufruf "An das deutsche Volk" an diesem Tag enthielt neben Übergangsgesetzen auch die Ankündigung eines neuen Wahlrechts, das erstmals auch Frauen einschloss. 

Am 30. November 1918 trat dieses mit dem Reichswahlgesetz in Kraft. Bei den ersten Wahlen in der Weimarer Republik am 19. Januar 1919 konnten Frauen dann endlich erstmals in Deutschland wählen und für politische Ämter kandidieren. In der neuen Nationalversammlung waren im Anschluss 37 von 432 Abgeordneten weiblich - die Frauenquote lag also deutlich unter zehn Prozent.

Bundestag besteht zu zwei Dritteln aus Männern

Im aktuellen Bundestag ist der weibliche Anteil zwar deutlich höher, aber mit 219 von 709 Abgeordneten stellen Frauen auch in der Gegenwart noch immer die deutliche Minderheit. Dieses Verhältnis spiegelt sich in fast allen Fraktionen wider, lediglich die Grünen (39 Frauen, 28 Männer) und die Linken (37 Frauen, 32 Männer) haben mehr weibliche als männliche Mitglieder im Parlament. 

Die untenstehende Grafik verdeutlicht das. Jeder Punkt steht für eine Abgeordnete beziehungsweise einen Abgeordneten:

bundestag frauen

Frauenanteile in den Fraktionen des aktuellen Deutschen Bundestags

Untenstehend finden Sie eine interaktive Version der Grafik mit allen Bundestagsabgeordneten. Sie können die Punkte mit Hilfe des Menüs neu gruppieren, sortieren, einfärben und mit anderen Attributen - zum Beispiel dem Geburtsjahr oder Geschlecht - vergleichen. 

In der Bundesregierung sind übrigens derzeit sieben von 16 Posten mit Frauen besetzt, einschließlich Bundeskanzlerin Angela Merkel. Den zwei sogenannten Volksparteien CDU und SPD sitzen ebenfalls Frauen vor. Die Grünen und die Linke haben jeweils weibliche Co-Vorsitzende. FDP und CSU haben männliche Vorsitzende, aber Frauen unter deren Stellvertretern. Lediglich die AfD hat einen komplett männlichen Parteivorstand. Mit Alice Weidel hat die größte Oppositionspartei allerdings eine weibliche Co-Fraktionsvorsitzende. Die ehemalige AfD-Parteisprecherin Frauke Petry ist nach ihrem Austritt als fraktionslose Abgeordnete im Bundestag vertreten.

Quellen: Bundestag, Wikipedia (Daten) / Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.