HOME

Ärztestreik: 50.000 Praxen geschlossen

Bundesweit demonstrieren niedergelassene Ärzte gegen Bürokratie und niedrige Honorare: Jede zweite Praxis ist deswegen dicht. Gesundheitsministerin Ulla Schmidt lässt sich davon jeoch nicht beeindrucken - und verweist auf die guten Einkünfte von Praxen.

Bundesweit prostestieren rund 50.000 niedergelassene Ärzte für bessere Arbeitsbedingungen - ihre Praxen bleiben währenddessen geschlossen. Zur größten Kundgebung in Berlin werden tausende Mediziner erwartet. Auch in Hamburg, München und im Rheinland sind Demonstrationen geplant.

"Wir stehen mit dem Rücken zur Wand, es geht nicht mehr anders", begründete der Sprecher der Ärztekammer, Alexander Dückers, die Protestaktion. Die Mediziner wehren sich gegen eine - ihrer Ansicht nach - überbordende Bürokratie, die schon bis zu 20 Prozent der Arbeitszeit beanspruche. Außerdem wollen sie höhere Honorare durchsetzen. 40 Ärzteverbände sowie die Bundesärztekammer und die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) unterstützen den Streik.

Umsatz: 202.000 Euro

Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt hat die Kritik der Ärzte unterdessen zurückgewiesen. Sie könne manchen Ärger von Ärzten sehr gut verstehen: Mancher bürokratischer Aufwand sei in der Tat überflüssig und die Honorarverteilung nicht gerecht. Richtig sei auch, dass einige Ärzte finanziell mit dem Rücken an der Wand stünden. "Es muss aber deutlich sein: Für Honorarverteilung und bürokratische Auswüchse kann man nicht die Bundesregierung an den Pranger stellen." Beides sei Sache der Ärzteschaft sowie der gemeinsamen Selbstverwaltung von Ärzten und Kassen. Das Beispiel der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein zeige, dass es möglich sei, gemeinsam mit den Kassen das Formularwesen zu entrümpeln und die Bürokratie abzubauen.

Schmidt kritisierte außerdem, dass einige Funktionäre behaupten, es käme zu einem größeren Praxissterben. Die Zahl der Mediziner im ambulanten Sektor sei gestiegen, zudem kämen mehr Ärzte nach Deutschland als ins Ausland abwanderten. Der Umsatz einer Praxis betrage im Durchschnitt 202.000 Euro. Daher könne nicht generell von einer Misere gesprochen werden.

Ärzte lehnen Gespräch ab

Schmidt äußerte die Erwartung, dass trotz des Protestes Notfallpatienten versorgt werden - das hatte die Bundesärztekammer auch bereits zugesagt. Die Ministerin bedauerte zugleich, dass die Ärzte-Funktionäre ein Gespräch mit ihr am Aktionstag abgelehnt hätten. "Ich hoffe, das wird morgen anders." Sie forderte die Mediziner auf, mit der Regierung darüber zu beraten, wie sich das Honorarsystem und die Zusammenarbeit zwischen den Fachärzten verbessern ließe. An der geplanten Regelung, wonach Ärzte je nach der Menge ihrer Verschreibungen einen Bonus erhalten oder einen Abschlag hinnehmen müssen, will sie jedoch festhalten. Dieses System sei gerecht.

Reuters / Reuters
Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.