VG-Wort Pixel

Bundestagswahl 2021 Weidel und Chrupalla sind Spitzenkandidaten-Duo der AfD

Bundestagswahl 2021: Weidel und Chrupalla sind Spitzenkandidaten-Duo der AfD
Sehen Sie im Video: AfD zieht mit Chrupalla und Weidel in den Bundestagswahlkampf




Hinweis: Dieser Beitrag wird Ihnen ohne Sprechertext gesendet. O-TON AFD-SPITZENKANDIDAT TINO CHRUPALLA "Das Ergebnis ist ein klares Votum für ein Ende der innerparteilichen Richtungsdebatte. Deswegen ist es jetzt auch Zeit, die Reihen zu schließen für uns als Partei und gemeinsam nach vorne zu gehen, hier gemeinsam Wahlkampf zu machen, einen erfolgreichen, denke ich, auch sehr schweren Wahlkampf, der vor uns liegt. Und deswegen freue ich mich, mit Alice Weidel zusammen diesen Wahlkampf auch führen zu können." "Mich würde es freuen, wenn wir noch vor der SPD landen würden. Das wäre, denke ich mal, so ein Schmankerl, den man noch mitnehmen könnte. Das würde mich sehr freuen." O-TON AFD-SPITZENKANDIDATIN ALICE WEIDEL "Im Vordergrund wird die neue soziale Frage stehen dahingehend, dass durch die Corona-Maßnahmen Hunderttausende von Arbeitsplätzen gefährdet sind, ganze Industriezweige vor der Pleite stehen und wir vor einer riesigen Herausforderung stehen. Und wenn wir die Ängste der Bürger, der Arbeitnehmer, der Familien aufgreifen, dann sehen wir ganz klar, dass diese Existenzängste haben. Und wir sind aufgerufen, diese Probleme, diese Ängste dieser Menschen zu beantworten."
Mehr
Sie sollen die Alternative für Deutschland im Bundestagswahlkampf anführen: Alice Weidel und Tino Chrupalla. Mehr als 71 Prozent Zustimmung erreichte das Duo in einer Mitgliederbefragung. Sie stehen eher für das rechtsnationale Lager.

Die AfD zieht mit Fraktionschefin Alice Weidel und Parteichef Tino Chrupalla als Spitzenduo in den Bundestagswahlkampf. Beide erreichten bei einer Mitgliederbefragung eine Zustimmung von 71,03 Prozent, wie ein Parteisprecher am Dienstagmorgen mitteilte. Sie setzen sich damit gegen ihre Mitbewerber Joana Cotar und Joachim Wundrak durch, die 27,04 Prozent erreichten.

Zu der Mitgliederbefragung waren die rund 32.000 AfD-Mitglieder aufgerufen. Den Parteiangaben zufolge nahmen 14.815 Mitglieder an der Befragung teil. Dies entsprach einer Beteiligung von 48,14 Prozent. 1,93 Prozent der Abstimmenden votierten mit Nein, 0,58 Prozent enthielten sich der Stimme. 

Duo kann auf Unterstützung des rechtsnationalen Lagers hoffen

Die beiden Zweierteams stehen für die verschiedenen Strömungen der Partei. Cotar und Wundrak zählen zum Lager um Parteichef Jörg Meuthen, der einen wirtschaftsliberalen und gemäßigteren Kurs vertritt. Die beiden Bewerber waren zuletzt auf radikale Thesen im Wahlprogramm gegangen – etwa zu der Forderung nach einem kompletten Stopp des Familiennachzugs bei Geflüchteten oder dem Austritt Deutschlands aus der EU. Das Team aus Chrupalla und Weidel kann auf die Unterstützung des rechtsnationalen Lagers der AfD um den Thüringer Björn Höcke zählen.

Meuthen gratulierte den beiden gewählten Spitzenkandidaten und wünschte ihnen "viel Erfolg bei ihrer nun anstehenden Aufgabe, die AfD in den kommenden Monaten als führende Repräsentanten unseres Bundestagswahlkampfes zu vertreten". Er danke Cotar und Wundrak dafür, dass Sie "durch ihre engagierte Kandidatur" den AfD-Mitgliedern "eine echte Wahlmöglichkeit eröffnet" hätten. 

AfD-Politiker Thomas Ehrhorn

Gratulationen von Parteikollegen

Cotar zeigte sich trotz ihrer Niederlage zufrieden. "In den letzten Wochen haben wir eine Welle der Unterstützung erfahren, die unsere Erwartungen weit übertroffen hat und die mich ganz persönlich sehr berührt hat", erklärte sie.

Wundrak fügte hinzu, der Wettbewerb der beiden Kandidatenteams sei "mit Anstand und gegenseitigem Respekt geführt" geführt worden. "Cotar und ich werden auch weiterhin für unsere Ideale eintreten." Nun müsse die Partei aber gemeinsam nach vorn schauen, "um einen erfolgreichen Wahlkampf für die AfD und für die Interessen Deutschlands und des Deutschen Volkes zu führen".

Der Vize-Parteivorsitzende Stephan Brandner versicherte Chrupalla und Weidel auf Twitter, dass die Partei geschlossen hinter ihnen stehe. "Und jetzt gehen wir geeint, gestärkt und geschlossen in den Wahlkampf", schrieb Beatrix von Storch, die ebenfalls stellvertretende Parteivorsitzende ist.

Umfragen zufolge liegt die AfD derzeit zwischen zehn und zwölf Prozent. Die Bundestagswahl findet am 26. September statt.

rw DPA AFP

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker