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Buchenwald AfD-Abgeordneter besucht KZ-Gedenkstätte - doch das endet im Streit

Stephan Brandner, ein Mann mit Brille und zurückgegelten braunen Haaren, spricht in die Mikrofone mehrerer TV-Sender
Stephan Brandner sitzt für die AfD im Bundestag (Archivbild vom Januar 2018)
© Bernd von Jutrczenka / DPA
Der AfD-Politiker Stephan Brandner hat die KZ-Gedenkstätte Buchenwald besucht. Doch ein konstruktives Gespräch hat es offenbar nicht gegeben. Brandner und die Stiftung Gedenkstätten Buchenwald machen sich gegenseitig Vorwürfe.

Nach dem Besuch des AfD-Politikers Stephan Brandner in der KZ-Gedenkstätte Buchenwald haben sich beide Seiten unzufrieden über das gemeinsame Gespräch gezeigt. Die Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau Dora warf dem Bundestagsabgeordneten vor, geschichtsrevisionistische Aussagen seiner Partei zu bestreiten. Brandner habe völkische und antisemitische Äußerungen als kurzzeitige Entgleisungen weniger Einzelner bagatellisiert, teilte die Stiftung am Mittwoch mit. "Auf dieser Grundlage konnte es zu keinem inhaltlichen Sachgespräch zur Arbeit der Stiftung kommen." 

Brandner sagte der Deutschen Presse-Agentur, er sei enttäuscht von dem Gespräch. "Ich wollte erfahren, wie die Stiftung arbeitet, die ja Steuermittel bekommt." Er habe die Stiftungsleitung auch gefragt, warum sie gegen die AfD agitiere und inwieweit sie sich von links abgrenze.

Brandner hatte Gedenkstätte um Gespräch gebeten

Die Gedenkstätte hatte auf Bitte Brandners einem Gespräch zugestimmt, um ihn unter anderem zu "antidemokratischen Positionen in seiner Partei und seiner eigenen Haltung dazu zu befragen", hieß es. Vor eineinhalb Jahren hatte die Stiftung dem Thüringer AfD-Fraktionschef Björn Höcke den Besuch einer Gedenkveranstaltung in dem ehemaligen KZ verweigert. Höcke hatte zuvor in einer Rede in Dresden unter anderem mit Blick auf das Holocaust-Mahnmal in Berlin gesagt: "Wir Deutschen, also unser Volk, sind das einzige Volk der Welt, das sich ein Denkmal der Schande in das Herz seiner Hauptstadt gepflanzt hat." 

Im Konzentrationslager Buchenwald starben während des Nationalsozialismus mehr als 56.000 Menschen - wenige Kilometer von Weimar entfernt. In Tötungsanlagen wurden mehr als 8000 sowjetische Kriegsgefangene erschossen.

tkr DPA

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