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"Unterschiedliche Auffassungen": AfD im Bundestag schrumpft weiter: Uwe Kamann tritt aus Partei und Fraktion aus

Der Abgeordnete Uwe Kamann tritt aus der AfD und ihrer Bundestagsfraktion aus. Als Grund nennt der fachpolitische Sprecher für Digitalsierung "unterschiedliche Auffassungen" zwischen Partei und Fraktion. Sein Mandat für den Bundestag will Kamann behalten.

AfD - Uwe Kamann tritt aus Bundestagsfraktion aus

Uwe Kamann, bislang Bundestagsabgeordneter der AfD

DPA

Uwe Kamann, 60, tritt aus der AfD und der Bundestagsfraktion aus. Das teilte der fachpolitische Sprecher für Digitalisierung in einer Pressemitteilung mit. Als Grund für sein Ausscheiden nennt Kamann "unterschiedliche Auffassungen über politische und fachpolitische Ausrichtungen" in Partei und Fraktion. Sein Bundestagsmandat will er behalten.

Mit Kamann verliert die AfD, seit Einzug in den Bundestag im Oktober 2017, ein drittes Partei- und Fraktionsmitglied. Zuvor hat die ehemalige Parteivorsitzende Frauke Petry die AfD verlassen, der nordrhein-westfälische Abgeordnete Mario Mieruch ist ihrem Beispiel gefolgt. Beide sitzen seitdem als fraktionslose Abgeordnete im Bundestag.

Die AfD-Bundestagsfraktion schrumpft mit Kamanns Rückzug auf 91 Sitze, zu Beginn der 19. Legislaturperiode waren es 94.    

Uwe Kamann: "Werde keinerlei mediales Feuer auf die AfD führen"

In einer parteiinternen Chat-Gruppe schrieb Kamann nach Angaben eines Fraktionsmitglieds: "Ich kann Euch versichern, dass ich keinerlei mediales Feuer auf die AfD führen werde. Ich gehe davon aus, dass das auf Gegenseitigkeit beruht." Der IT-Unternehmer ist bisher fachpolitischer Sprecher der Fraktion für Digitalisierung und AfD-Obmann im Ausschuss Digitale Agenda. 

Der Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, Christian Lüth, sagte: "Wir bedauern den Austritt von Uwe Kamann ausdrücklich." Dieser habe die Fraktion durch seine Fachkompetenz und seinen engagierten Einsatz bereichert.

fs / Mit Material der DPA