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Barbara Hendricks: Antrag gegen Ehe für alle: SPD-Abgeordnete bietet AfD rigoros Paroli

Mit einem Antrag für die Aufhebung der Ehe für alle sorgte die AfD im Bundestag für Empörung. Alle Parteien stellten sich geschlossen gegen das Vorhaben. Insbesondere die SPD-Abgeordnete Barbara Hendricks erntete für ihre bewegende Ansprache Applaus. 

Bundestag: Barbara Hendricks hält bewegende Rede

Am Donnerstag stellte die AfD im Bundestag einen Antrag zur Abschaffung der Ehe für alle. Kurz vor der Landtagswahl in Bayern erhoffte wohl die Partei, sich wieder ins Gespräch zu bringen. Der niedersächsische Abgeordnete Thomas Ehrhorn erklärte lautstark, wie schlimm die Welt werden würde, wenn Homosexuelle heiraten können. Jede "gesunde Gesellschaft" strebe zunächst einmal den eigenen Fortbestand an, begann der AfD-Politiker. "Die Hoffnung auf den eigenen Volkstod, der Wunsch 'Deutschland verrecke' jedenfalls, ist weltweit einmalig und vielleicht müssen wir uns einmal fragen, ob wir es hier nicht mit den Vorboten einer degenerativen Geisteskrankheit zu tun haben." 

Für den Fortbestand der Nation sei eine "ausreichende Zahl von Nachkommen" notwendig. "Genau deshalb haben sich die Väter des Grundgesetzes entschlossen, der Ehe zwischen Mann und Frau eine besondere Bedeutung beizumessen, sie herauszuheben und zu fördern." Damit spielte Ehrhorn auf die AfD-Legende an, wonach im Grundgesetz ein Eheverbot für Schwule und Lesben versteckt sei.

Barbara Hendricks stellt sich gegen die AfD

Doch die anderen Parteien stellten sich einheitlich und kämpferisch gegen den Antrag. Insbesondere die Rede der SPD-Abgeordneten Barbara Hendricks fand rasenden Beifall. "Ihr Gesetzentwurf wird mit Artikel 6 des Grundgesetzes begründet. Ja, darin heißt es natürlich: 'Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutze der staatlichen Ordnung.' Und ja klar, die Väter und Mütter des Grundgesetzes konnten das vor ungefähr 70 Jahren nicht wissen. Zu der Zeit waren zum Beispiel homosexuelle Handlungen unter Männern strafrechtlich verboten. Selbstverständlich konnte man vor 70 Jahren nicht annehmen, dass diese Menschen, denen man gleichsam die Bürgerlichkeit absprach, das bürgerliche Institut der Ehe eingehen könnten. Das war zeitgebunden", erklärte Hendricks. Doch die Zeit bleibe eben nicht stehen. "Der Ehebegriff ist offen, und er hat sich in den vergangenen Jahrzehnten anders entwickelt", stellte sie deutlich. 

"Ich möchte Ihnen aber eine Frage stellen, die mir eigentlich noch wichtiger ist: Wieso erdreisten Sie sich eigentlich, sich auf das Grundgesetz zu berufen?", fragte sie anschließend die AfD-Abgeordneten. Von der SPD, der FDP, der Linken, den Grünen sowie der CDU/CSU gibt es Applaus. "Artikel 1 des Grundgesetzes, das unser Zusammenleben normiert, beruht letztlich auch auf dem christlichen Menschenbild und besagt, dass die Würde des Menschen unantastbar ist. Dieser Artikel 1 des Grundgesetzes wird von Ihnen im Reden und Handeln ständig gebrochen", fuhr Hendricks leidenschaftlich fort. 

Eine Antwort des AfD-Abgordneten Stephan Brandner ließ sie nicht zu. "Noch vor wenigen Tagen hat ein Redner aus Ihrer Fraktion hier, bezogen auf einen Menschen, von 'Abschaum' gesprochen. Das ist doch ein Bruch des Artikels 1, das ist doch vollkommen eindeutig", lautete ihr Urteil. 

Bundestag: Barbara Hendricks hält bewegende Rede
ivi
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.