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Alte IT Bundeswehr befürchtet Cyber-Attacken von innen


MS-Office, Betriebssystem, Virenschutz: Die von der Bundeswehr genutzte Technik ist veraltet - das macht sie zu einem leichten Ziel für Terroristen. Die Abteilung "IT-Abschirmung" soll Täter erkennen.

Das Bundesverteidigungsministerium befürchtet nach einem Bericht der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Montag) #Link;http://www.stern.de/digital/computer/cyberattacken-91260852t.html;Cyber-Attacken# auf seine IT-Systeme aus den eigenen Reihen. Das geht aus einem internen "Bericht zum Themenkomplex Cyber-Verteidigung" hervor, der dem Blatt vorliegt. "In diesem Bereich kommt daher dem extremistischen Innentäter große Bedeutung zu", schreibt der Parlamentarische Staatssekretär Thomas Kossendey (CDU) mit Blick auf die #Link;http://www.stern.de/politik/deutschland/bundeswehr-90250053t.html;Gefährdungslage für die Bundeswehr# durch Extremisten und Terroristen.

Beim Militärischen Abschirmdienst (MAD) ist demnach bereits eine spezielle Organisationseinheit "IT-Abschirmung" eingerichtet worden. Ihr Ziel sei vor allem die "Identifizierung von Innentätern". Dazu heißt es: "Für den MAD relevante Bedrohungen für die IT-Systeme der Bundeswehr gehen im Wesentlichen von fremden Staaten oder extremistisch/terroristischen Gruppierungen aus." Problematisch sei in diesem Zusammenhang die "weit verbreitete Nutzung älterer IT-Systeme, die nicht dem Schutzstandard entsprechen, der heute möglich und auch notwendig ist". Sogar im Bereich des Geheimschutzes würden "Produkte wie MS-Office, Standardbetriebssysteme oder Virenschutzsoftware verwendet, über deren Qualität, Sicherheit und zum Teil auch Herkunft es keine belastbaren Nachweise gibt".

ger/DPA DPA

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