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Angela Merkel im ZDF: "Ich bin nicht die erste Kanzlerin, die kämpfen musste"

In der Flüchtlingskrise wächst der Druck auf Angela Merkel: In der ZDF-Sendung "Was nun, Frau Merkel?" steht die Kanzlerin Rede und Antwort zu ihrer Flüchtlingspolitik. Sie gibt sich selbstbewusst - und weigert sich, ihren Kurs infrage zu stellen.

Angela Merkel  bei der ZDF-Sendung "Was nun, Frau Merkel?"

Angela Merkel im Gespräch mit ZDF-Journalisten: "Ich bin nicht die erste Bundeskanzlerin, die um etwas kämpfen musste."

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich angesichts der Kritik an ihrem Kurs in der Flüchtlingskrise betont kämpferisch und entschlossen gezeigt. "Es geht nicht um eine Vertrauensfrage. Es geht darum, dass ich in der Tat kämpfe. Kämpfe für den Weg, den ich mir vorstelle", sagte Merkel am Abend in der ZDF-Sendung "Was nun, Frau Merkel?" auf die Frage, ob sie auf dem CDU-Parteitag in Karlsruhe Anfang Dezember eine Art Vertrauensfrage über ihre Willkommenspolitik stellen werde.

 Sie kämpfe für ihren "Plan, den ich habe, an den Fluchtursachen anzusetzen, aus Illegalität Legalität zu machen", sagte Merkel. Dafür werde sie mit aller Kraft einstehen. "Ich bin nicht die erste Bundeskanzlerin, die um etwas kämpfen musste." Sie freue sich, dass "ich doch eine Menge Mitstreiter habe", ergänzte die Kanzlerin angesichts der wachsenden innerparteilichen Kritik. Die Frage, ob sie auch bereit sei, für ihren Kurs ihr Amt infrage zu stellen, verneinte Merkel. Sie habe gerade ja viel zu tun. "Ich stehe den Bürgern für diese Legislaturperiode zur Verfügung."

Es bereite ihr auch "Freude, an so einer Riesenaufgabe, einer der größten Herausforderungen in der Geschichte der Bundesrepublik" zu arbeiten. Die Bundesrepublik müsse sich dieser Aufgabe stellen. "Ich möchte, dass Deutschland sich ihr gut stellt. Und ich glaube, dass wir das schaffen werden", wiederholte Merkel. 

amt / DPA
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