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Ex-Bundeskanzlerin Angela Merkel über ihren Gashandel mit Russland: "Ich bereue die Entscheidung überhaupt nicht"

Sehen Sie im Video: Ex-Bundeskanzlerin Angela Merkel verteidigt die Energiepolitik ihrer Regierung.




STORY: O-Ton Angela Merkel (CDU), Bundeskanzlerin a.D.: "Nein, man handelt ja immer in der Zeit, in der man ist. Es war für uns klar, dass wir eine Transformation der gesamten Energieversorgung brauchen. Wir sind aus der Kernenergie, wie eben schon diskutiert wurde, ausgestiegen. Wir wollten Schritt für Schritt - und wollen, das bleibt ja auch Programm - aus der Kohle aussteigen. Und für die Transformationszeit war klar, dass wir Erdgas brauchen, um dann natürlich eines Tages zu CO2-freien Energieformen vollständig zu kommen. Wir haben ja auch durch den Druck eines Bundesverfassungsgerichtsurteils unsere Klimaneutralität auf das Jahr 2045 vorgezogen. Und aus der damaligen Perspektive war es sehr rational und nachvollziehbar, leitungsgebundenes Gas auch aus Russland zu beziehen, das billiger war als das LNG aus anderen Gegenden der Welt, USA, Saudi-Arabien, Katar. ://: Und selbst im Kalten Krieg war Russland ein verlässlicher Energielieferant. Ich habe nie daran geglaubt, dass es so was gibt wie Wandel durch Handel, aber durchaus Verbindung durch Handel. Und insofern bereue ich Entscheidungen überhaupt nicht, sondern glaube, dass das aus der damaligen Perspektive richtig war und auf der anderen Seite auch richtig war, dann zum Ende meiner Regierungszeit den Klima-..., den Kampf gegen den Klimawandel noch einmal zu beschleunigen. Und trotzdem hat dieser brutale Überfall Russlands jetzt eine Veränderung gebracht. Es ist eine Zäsur und mit der muss die neue Regierung natürlich umgehen. Und das tut sie ja auch."
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Die frühere Kanzlerin Angela Merkel hat die Energiepolitik ihrer Regierung verteidigt. Russland sei sogar im Kalten Krieg ein verlässlicher Energielieferant gewesen, sagte sie bei einer Veranstaltung in Lissabon.

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