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Austritt bei den Grünen: CDU-Politiker umwerben Metzger

Auf dem Grünen-Parteitag in Nürnberg war er wegen seiner abfälligen Äußerungen über Sozialhilfeempfänger der Buhmann. Sollte Oswald Metzger die Partei deshalb verlassen, wird er zumindest von Teilen der CDU jedoch mit offenen Armen empfangen werden.

Der wegen abfälliger Äußerungen über Arbeitslose in seiner Partei in die Kritik geratene Grünen-Politiker Oswald Metzger wird zunehmend von Christdemokraten umworben. Der CDU-Wirtschaftsexperte Michael Fuchs sagte der "Bild"-Zeitung, Metzger sei ein guter Mann und ein kompetenter Finanzpolitiker. "Ich gehe davon aus, dass er seine Partei verlässt - und ich lade ihn ein, in die Union zu kommen", sagte Fuchs.

Auch der Vorsitzende der Arbeitsgruppe Wirtschaft in der Unionsfraktion, Laurenz Meyer, würde einen Wechsel des Grünen-Mannes begrüßen. "Oswald Metzger würde gut in die CDU passen", sagte er "Bild". Zuvor hatte bereits der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Wolfgang Bosbach erklärt, Metzger wäre willkommen.

Metzger verweigert Entschuldigung

Der baden-württembergische Landtagsabgeordnete will am Dienstag über einen Parteiaustritt entscheiden. Eine von der Grünen-Spitze geforderte Entschuldigung hatte er verweigert.

"Er missbraucht die Situation von Arbeitslosen für seine Profilierung. Das ist schäbig", kritisierte ihn die nordrhein-westfälische Landesvorsitzende Daniela Schneckenburger in der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung". Sie lade ihn gerne zur Nachhilfe in Sozialpolitik nach Nordrhein-Westfalen ein. "Da kann er sehen, dass Arbeitslosigkeit nicht mit Dummheit gleichzusetzen ist", sagte die Grünen-Landeschefin.

AP / AP
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