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Berlin Auto mit Protest-Botschaft dringt zum Tor des Kanzleramts vor

Sehen Sie im Video: Auto mit Protest-Aufschrift fährt in Tor des Bundeskanzleramts.




In Berlin ist am Mittwochvormittag ein Auto in das Tor des Bundeskanzleramts gefahren. Zu sehen war ein Kombi, der gegen das Eisengitter vor der Einfahrt geprallt war. Auf den Seiten des dunklen Kombis waren Aufschriften mit weißer Farbe zu sehen. Geschrieben stand dort "Ihr verdammten Kinder und alte Menschen Mörder". Auf der anderen Seite "Stop der Globalisierungs-Politik." Dem Kennzeichen zufolge ist das Auto im Landkreis Lippe in Nordrhein-Westfalen zugelassen. Kurz nach dem Vorfall bewachten bewaffnete Polizisten den Tatort. Der Fahrer sei in Gewahrsam genommen worden, teilte die Polizei mit. Auf Videoaufnahmen war zu sehen, wie der mutmaßliche Fahrer des Kombis in einem Rollstuhl saß und dann in einem Krankenwagen abtransportiert wurde. Vom Bundeskriminalamt war zunächst kein Kommentar zu bekommen. Am Mittwochnachmittag will Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Regierungschefs der Länder über weitere Corona-Maßnahmen beraten. Auch der Deutsche Bundestag, der in der Nähe des Kanzleramts liegt, tagt ab dem Mittwochmittag. Seit Monaten kommt es zu teils gewalttätigen Protesten gegen die Corona-Politik der Bundesregierung.
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Vorfall am Bundeskanzleramt: Ein Auto ist bis an das Tor zum Bundeskanzleramt vorgefahren. Offenbar handelte es sich um eine Protestaktion. Verletzt wurde niemand.

 Ein Autofahrer hat mit seinem Wagen das Tor des Bundeskanzleramtes in Berlin gerammt. Er beschädigte dabei mit der Front des Wagens mindestens zwei Metallstreben des Gittertores, wie ein dpa-Fotograf am Mittwochvormittag berichtete. Der Fahrer des mit Protestbotschaften versehenen Wagens wurde von der Polizei in Gewahrsam genommen, wie die Berliner Polizei auf Twitter mitteilte. Die Hintergründe waren laut Polizei zunächst unklar. 

Auf der Fahrerseite des dunklen Kombis stand in weißer Schrift: "Ihr verdammten Kinder- und alte Menschen-Mörder". Auf der Beifahrerseite stand: "Stop der Globalisierungs-Politik". 

Motiv ist bislang unklar

Ob der Mann der Polizei bekannt war und ob es sich um einen gezielten Anschlag handelte, war zunächst unklar: Das könne man noch nicht sagen, so eine Polizeisprecherin. Man ermittle in alle Richtungen. 

Der Vorfall ereignete sich während der laufenden Sitzung des Bundeskabinetts. Dieses tagt in der Regel mittwochs morgens im Kanzleramt.

Die Polizei sperrte den Bereich nach dem Vorfall ab. Rettungswagen standen in der Nähe. Nach dem Bericht eines dpa-Fotografen soll ein Mensch leicht verletzt und im Krankenwagen behandelt worden sein.

Die Fahrt in den Zufahrtsbereich des Bundeskanzleramtes ist nicht erlaubt. Darauf weist ein Schild hin. Lediglich Fahrradfahrern ist es erlaubt, weiter zu fahren. Allerdings handelt es sich um öffentliches Straßenland. Vor dem Kanzleramt befindet sich ein Tor, das in den Boden versenkt werden kann und meist offen ist.

Dasselbe Auto ist 2014 schon mal gegen das Kanzleramt gefahren

Ob die Aktion womöglich im Zusammenhang mit den jüngsten Protesten gegen die staatlichen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie steht, war zunächst unklar. In der vergangenen Woche waren während einer Abstimmung des Bundestags über das Infektionsschutzgesetz Protestkundgebungen in direkter Nähe des Bundestages und vor dem Kanzleramt verboten worden.

Nach Medienberichten wurde dasselbe Auto bereits im Februar 2014 gegen den Zaun des Kanzleramtes gefahren. Fotos von dem damaligen Vorfall zeigen den Wagen mit einer politischen Beschriftung, die sich gegen den Klimawandel richtete. Auf der anderen Seite des Autos prangte eine Liebeserklärung. Verletzt wurde niemand, das Auto sei sehr langsam unterwegs gewesen, hieß es damals von der Polizei. Der 48 Jahre alte Fahrer des Autos wurde damals festgenommen.

tis DPA

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