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Silvester "Zum Feuerwerk gesellt sich rasch Partystimmung" – Politiker und Polizei-Gewerkschafter fordern Böllerverbot

Sehen Sie im Video: Politiker und Polizei-Gewerkschafter fordern Böllerverbot an Silvester.




Silvester könnte dieses Jahr sehr ruhig werden: Ganz ohne Böllerei und Feuerwerk. Dies fordern zumindest Innenpolitiker und Polizei-Gewerkschafter - Grund: Die Coronavirus-Pandemie.
So ist der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, der Meinung, zum Feuerwerk gesellen sich rasch Alkohol, Personengruppen und Partystimmung - und das sei nicht angesagt.
Ähnlich sieht es der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul. Der "Bild"-Zeitung sagte er, am Halloween-Wochenende sei es in den Party-Hochburgen ganz ruhig gewesen. Er wünsche sich dies auch für Silvester. Entscheiden müssten aber die Kommunen.
Auch in Berlin hatten die Grünen mit Blick auf die Infektionslage gefordert, an Silvester neben großen Partys auch das Feuerwerk zu verbieten. Deutschland solle damit dem Vorbild der Niederlande folgen. Dort wurden von einer Woche Silvesterböller und Raketen im ganzen Land verboten.
Ganz anders sieht es scheinbar Bundesinnenminister Horst Seehofer. Zu BILD sagte er, dass Feuerwerk an Silvester trotz Corona möglich sein muss. Aber nur unter Einhaltung der Hygieneregeln mit Abstand und Maske. Und das soll auch kontrolliert werden.
Noch ist also nichts entschieden.
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Wo ein Feuerwerk ist, da sind Alkohol und Menschengruppen nicht fern, meint der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt. Zusammen mit Vertretern der Politik fordert er ein Böllerverbot an Silvester. In einigen Städten sollen die Planungen dazu schon laufen.

Wegen der Coronavirus-Pandemie fordern Innenpolitiker und Polizei-Gewerkschafter ein Böller-Verbot an Silvester. Zum Feuerwerk gesellten sich rasch Alkohol, Personengruppen und Partystimmung – und das sei nicht angesagt, sagte der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, der "Bild"-Zeitung (Donnerstag). Auch der CSU-Bundestagsabgeordnete Michael Kuffer plädierte bei der "Bild" dafür, Böllerei und Feuerwerk dieses Jahr zu verbieten.

Der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul (CDU) sprach sich ebenfalls gegen Böller und Raketen aus. "Am Halloween-Wochenende war es in unseren Party-Hochburgen ganz ruhig", sagte Reul der "Bild"-Zeitung. "Ich wünsche mir, dass das auch Silvester wieder so sein wird." Entscheiden müssten aber die Kommunen.

Erste Städte sollen Böllerverbot vorbereiten

In Berlin hatten die Grünen mit Blick auf die Infektionslage gefordert, an Silvester neben großen Partys auch das Feuerwerk zu verbieten. Deutschland solle damit dem Vorbild der Niederlande folgen, hieß es. Die Berliner Verwaltung müsse "mit engmaschiger Kontrolle Böllerei und Silvesterfeuerwerk im Berliner Innenstadtbereich vollständig unterbinden", schloss sich auch Berlins CDU-Fraktionschef Burkard Dregger an. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hält hingegen nichts von einem Verbot. "Feuerwerk muss Silvester trotz Corona möglich sein. Aber auch hier gilt ganz klar: Die Hygieneregeln mit Abstand und Maske müssen eingehalten werden. Und dazu wird es auch Kontrollen geben", sagte der Minister der "Bild".

Nach Informationen der Zeitung bereiten erste Städte wohl schon ein Feuerwerksverbot an Silvester vor. In Frankfurt am Main und Hannover prüfe man beispielsweise, ob ein entsprechendes Verbot verhängt wird.

sve DPA

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