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Rassismus-Vorwürfe Grüne leiten Verfahren gegen Boris Palmer ein – der wehrt sich

Sehen Sie im Video: Grüne beraten über Parteiausschlussverfahren für Tübinger OB Boris Palmer ein.




Stuttgart, 08.05.21. Die Grünen in Baden-Württemberg wollen den Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer aus der Partei ausschließen. Beim Landesparteitag stimmten 161 Delegierte für ein Ausschlussverfahren, 44 dagegen und 8 enthielten sich. Palmer hatte zuvor auf Facebook mit angeblich rassisitschen Aussagen über den früheren Fußball-Nationalspieler Dennis Aogo für Empörung gesorgt. Zu Palmers Äußerungen sagte Landesvorsitzender Oliver Hildenbrand
O-Ton Oliver Hildenbrand, Landesvorsitzender Grüne
"Sie führen dazu, dass sich Mitglieder unserer Partei immer wieder und auf allen politischen Ebenen mit der Frage konfrontiert sehen, wie sie es mit Boris Palmer halten und wie sie seine politischen Aussagen bewerten. Boris Palmer geht eindeutig zu weit und immer wieder zu weit. Und deshalb bitte ich Euch heute zur Zustimmung zum vorliegenden Initiativantrag. Dann kann und wird in einem schiedsgerichtlichen Verfahren geklärt werden, ob die Grenzen überschritten sind."
Der Tübinger OB ließ sich vor der Abstimmung für eine Gegenrede zum Parteitag schalten und erklärte, es handele sich um "haltlose und absurde Vorwürfe".
O-Ton Boris Palmer, Tübinger Oberbürgermeister
"Liebe Freundinnen und Freunde, ich bin heute mehr denn je überzeugt, dass diese Partei mich braucht."
Jetzt beraten Landes- und Bundesgremien über die entsprechenden Konsequenzen, inklusive Ausschlussverfahren.
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Auf Facebook soll Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer sich rassistisch geäußert haben. Nun beraten die Grünen über Konsequenzen – bis hin zum Parteiausschluss. 

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