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Nach Antrag auf Bewaffnung: Bedrohter Bürgermeister: Rechtsradikale planen Demo gegen ihn

Der Bürgermeister eines Ortes in Nordrhein-Westfalen hat einen Waffenschein beantragt, weil er sich vor Bedrohungen aus rechtsextremen Kreisen nicht mehr sicher fühlt. Nun wollen Mitglieder der Partei "Die Rechte" offenbar gegen ihn auf die Straße gehen.

Bürgermeister Kamp-Lintfort

Demonstration der Kleinpartei "Die Rechte"

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Die Kleinpartei "Die Rechte" hat in Kamp-Lintfort in NRW zu einer Demonstration gegen den Bürgermeister aufgerufen. Laut eines Berichts der "Rheinischen Post" seien für die Kundgebung am Samstag 20 Personen angemeldet, die gegen eine mögliche Bewaffnung von Bürgermeister Christoph Landscheidt (SPD) aufmarschieren wollen.

Landscheidt hatte zuvor einen Antrag gestellt, im Job eine Schusswaffe tragen zu dürfen. Die Polizei hatte den Antrag abgewiesen, weshalb Landscheidt sich an das Verwaltungsgericht Düsseldorf gewendet hat, das sich nun mit der Angelegenheit befasst.

Waffenschein: Verhandlung vor Verwaltungsgericht

In Kamp-Lintfort gibt es offenbar seit längerer Zeit Probleme mit Rechtsextremen. "Der Bürgermeister einer Gemeinde begehrt die Erlaubnis zum Erwerb, Besitz und Führen von Waffen wegen einer besonderen Gefährdungslage“, heißt es in der Ankündigung der Verhandlung, die am 21. Januar stattfinden soll.

Anm. d. Red.: In einer früheren Version dieses Artikels hatten wir den Namen des Bürgermeisters nicht genannt, um den Schutz seiner Privatsphäre zu wahren. Da er sich inzwischen öffentlich geäußert hat (hier geht es zum entsprechenden Artikel), haben wir die Informationen angepasst.

tim