Bundestagswahl Stimme für den Tierschutz


Mit der Kampagne "Erkennen Sie, wer Tiere schützt?" greift jetzt auch der Deutsche Tierschutzbund in den Wahlkampf ein. "Nur Tierfreunde dürfen ins Parlament", lautet der Appell.

Mit einer Tierschutz-Stimmkarte, phantasievollen Plakaten und Postkarten will sich der Deutsche Tierschutzbund in den laufenden Wahlkampf einschalten. Der Verband hat alle Bundestagsparteien zu Themen wie Tierversuchen und -transporten befragt und aus den Antworten eine Stimmkarte entwickelt. Besonders deutlich werden die Unterschiede beim "Verbot der Käfighaltung ab 2007" - eine schwarz-gelbe Koalition würde es wohl aufheben. Am besten schneiden auf der Stimmkarte die Grünen und die neue Linkspartei ab.

Zur Kampagne gehören das Plakat "Erkennen Sie, wer Tiere schützt", das in einer Auflage von über 50000 Exemplaren über Mitgliedsvereine verteilt wird, sowie eine Karikatur "Sicherheitscheck Deutscher Tierschutzbund", die als Postkarte gestreut wird. Auf der Rückseite sind die Aussagen der Parteien zusammen gefasst. "Wir rufen dazu auf, den Tierschutz mit zu einem Gradmesser der Wahlentscheidung zu machen", so Tiersschutz-Präsident Wolfgang Apel, dessen Verband mit rund 800.000 Mitgliedern größer ist als jede Partei in Deutschland.

Die Partei ist für...SPDCDU*Bündnis 90/Die GrünenFDPDie Linke/PDS
…die Verbandsklage für Tierschutzverbände ?wird geprüftNeinJawird geprüftJa
…das Verbot der Käfighaltung von Legehennen ab 2007?JaNeinJaNeinJa
…die Begrenzung derEU-Tiertransportzeiten?JaJaJaderzeit nicht realisierbarJa
…das Heimtiergesetz?JaNeinJaNeinJa
… die Förderung des karitativen Tierschutzes aus Bundesmitteln?wird geprüftnicht finanzierbarbesser auf Landesebene fördernnicht finanzierbarwird geprüft
…Tierversuche für EU-Altchemikalientests (REACH) vermeiden?Ja, soweit wie möglichJa, soweit wie möglichJa, soweit wie möglichJa, aber nur begrenzt möglich

Die im Bundestag vertretenen Parteien wurden schriftlich zum Tierschutz befragt. *Die CSU hat nicht selber geantwortet, sondern auf die Antworten der CDU verwiesen. Die ausführlichen Antworten können Sie unter www.tierschutzbund.de einsehen.

stern.de

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