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stern-Umfrage Jeder Vierte für Beteiligung deutscher Bodentruppen im Kampf gegen IS


Mehr als 42 Prozent der Deutschen unterstützen die Entscheidung der Regierung, die Bundeswehr am Kampf gegen den IS zu beteiligen. In Ostdeutschland ist die Unterstützung allerdings geringer als im Westen.

Nach den Terroranschlägen in Paris befürworten 42 Prozent der Deutschen eine Beteiligung deutscher Bundeswehrsoldaten am Kampf gegen den IS. Im Februar dieses Jahres waren es noch 27 Prozent. Dass Deutschland keinesfalls an militärischen Einsätzen gegen die Terrormiliz teilnehmen sollte, meinen dagegen 54 Prozent (Februar: 68 Prozent). Das ist das Ergebnis einer Forsa-Umfrage für das Hamburger Magazin stern. Gegen eine deutsche Beteiligung sprechen sich überdurchschnittlich häufig die Ostdeutschen (61 Prozent), die über 60-Jährigen (61 Prozent), die Frauen (60 Prozent) und die Anhänger der Linkspartei (75 Prozent) aus.

Eine gerade vom Bundeskabinett beschlossene deutsche Beteiligung an der internationalen Anti-Terror-Allianz mit Tornado-Aufklärungsflugzeugen findet die Zustimmung von 35 Prozent der befragten Bundesbürger. 28 Prozent sind der Auffassung, dass sich deutsche Kampfjets auch an Luftschlägen beteiligen sollten. Und 24 Prozent halten es sogar für geboten, dass die Bundeswehr notfalls auch am Boden mitkämpfen sollte – darunter 32 Prozent der befragten Männer und 39 Prozent der Anhänger der AfD.

Datenbasis: Das Forsa-Institut befragte am 26. und 27. November 2015 im Auftrag des Magazins stern 1002 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger, die durch eine computergesteuerte Zufallsstichprobe ermittelt wurden. An 100 Prozent fehlende Angaben: weiß nicht. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei +/- 3 Prozentpunkten.

 


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