VG-Wort Pixel

Bundeswehrreform Von der Leyens Ton kommt schlecht an


Ursula von der Leyen will aus der Bundeswehr einen modernen Konzern machen und erntet Kritik. Koalitionskollege Hans-Peter Bartels moniert im stern vor allem ihren Unternehmensberater-Jargon.

Die Kritik an Ursula von der Leyens Plänen zur Steigerung der Attraktivität der Bundeswehr reißt nicht ab. Die Verteidigungsministerin tue sich "keinen Gefallen damit, Reformkonzepte fürs Militär im Unternehmensberater-Jargon vorzubringen", moniert der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Bundestag, Hans-Peter Bartels (SPD), in der aktuellen Ausgabe des stern. "Wo es um Leben und Tod gehen kann, dürfen wir nicht den Eindruck erwecken, die Bundeswehr sei ein Unternehmen wie jedes andere, dessen 'Personal' das 'Produkt' Sicherheit herstellt."

Auch der außenpolitische Sprecher der grünen Bundestagsfraktion, Jürgen Trittin, übt heftige Kritik an von der Leyen. Trittin wirft der CDU-Politikerin "schlagzeilenträchtige Aktionen" vor. Sie müsse stattdessen zunächst die zentralen Fragen nach Einsatzprofil und notwendiger Ausrüstung der Armee beantworten. Bisher habe sie dazu nur Ankündigungen gemacht. "Mit folgenlosen Ankündigungen war sie schon immer stark, auch als Familien- und als Arbeitsministerin", so Trittin.

Von der Leyen möchte die Bundeswehr zu "Deutschlands attraktivstem Arbeitgeber" machen. Zu ihrem Reformpaket, das sie an diesem Mittwoch offiziell in Berlin vorstellen will, gehören wohnlichere Kasernen, flexiblere Arbeitszeiten, intensivere Karriereförderung und eine verbesserte Betreuung von Soldatenfamilien.

Mehr zum Thema ...

... lesen Sie im aktuellen stern

Tilman Gerwien

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker