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Crystal-Meth-Affäre um SPD-Mann: Hartmann dementiert "Drogenbeichte"

Der SPD-Abgeordnete Michael Hartmann hat einen Bericht zurückgewiesen, in dem er zugab, Crystal Meth genommen zu haben. Offenbar hatte das Blatt nicht mit dem Politiker persönlich gesprochen.

Erst hieß es, er habe den Konsum von Crystal Meth zugegeben. Nun dementiert Hartmann die Berichte.

Erst hieß es, er habe den Konsum von Crystal Meth zugegeben. Nun dementiert Hartmann die Berichte.

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Michael Hartmann hat einen Zeitungsbericht dementiert, wonach er den Konsum einer "sehr geringen Menge" des Rauschgifts Crystal Meth eingeräumt habe. "Ich habe mich nirgendwo gegenüber den Medien geäußert, auch nicht gegenüber der 'Allgemeinen Zeitung'", sagte Hartmann gegenüber Spiegel Online. "Ich äußere mich erstmals gegenüber der Staatsanwaltschaft. Nirgendwo sonst."

Hartmann wird in der Allgemeinen Zeitung" mit den Worten zitiert, er habe "einmal einen Bruchteil der Menge, die derzeit in Rede steht, konsumiert, dann aber die Finger davon gelassen." Hartmann trat demnach auch Spekulationen entgegen, er könnte die Droge für jemand anders erworben haben.

Der betreffende Zeitungsredakteur, Reinhard Breidenbach, sagte dem Nachrichtenportal, sie hätten nicht direkt mit Hartmann, sondern mit einer "engen Vertrauten" des Abgeordneten gesprochen. Sie hätten auch keinen gegenteiligen Anschein erweckt, sagte Breidenbach. Sollte dieser Eindruck dennoch entstanden sein, bedauere er dies.

Gegen Hartmann wird wegen des Verdachts auf Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz ermittelt. In diesem Zusammenhang war von einer Menge von drei Gramm Crystal Meth die Rede. Hartmann war wegen der Ermittlungen von seinem Amt als innenpolitischer Sprecher der SPD im Bundestag zurückgetreten. Zudem hob der Bundestag seine Immunität auf. Bei einer Durchsuchung seiner Berliner Wohnung wurden aber keine Drogen gefunden.

car/DPA / DPA