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Einschätzungen über FDP-Chef Rösler: Dörings verzweifelte Chefdeutungen

Im stern äußerte sich der kommende FDP-Generalsekretär Patrick Döring wenig schmeichelhaft über Parteichef Rösler. Jetzt rudert er zurück. Dabei hat er es dem stern genau so gesagt.

Wäre heute nicht mal wieder Wulff-Tag in Berlin - Patrick Döring hätte die Topmeldung des Tages geliefert. Im am Donnerstag erscheinenden stern hat sich der designierte FDP-Generalsekretär über Parteichef Philipp Rösler und seinen Vorgänger Christian Lindner geäußert. Und das alles andere als schmeichelhaft. Rösler nannte er einen "Wegmoderierer", er sei "kein Kämpfer".

Im Gespräch mit dem Hamburger Magazin versucht sich der 38-Jährige unter anderem als eine Art Deuter der Parteivorsitzendenseele. Rösler hängt seit seinem Amtsantritt im Mai das Image an, zu weich für den Berliner Machtbetrieb zu sein. Döring erzählt, wie er seinen Freund, den Vizekanzler, wahrnimmt: "Dieses Jeder-gegen-jeden ist mir auch zuwider, und ihm noch mehr, weil er kein Kämpfer, sondern ein Wegmoderierer ist."

Später relativierte Döring seine Aussagen. Rösler sei ja bekannterweise kein Raufbold, sondern pflege einen anderen, sanfteren Politikstil.

"Warum wird Lindner nicht gleich König von Deutschland?"

Noch härter trifft es Lindner, der Mitte Dezember überraschend den Posten als FDP-General hinschmiss. Lindner habe den Königsmord einkalkuliert: "Er hat geglaubt, dass die Lage (...) so instabil ist, dass Philipp Rösler zurücktreten muss und dass die Partei ihn, den großen Intellektuellen, dann ruft."

Lindner sei immer alles zugeflogen, habe nie eine politische Schlacht schlagen müssen. "Ich habe immer gesagt, als Westerwelle ging, warum wird Lindner nicht gleich Parteivorsitzender, am besten König von Deutschland?", wird Döring in dem Bericht mit dem Titel "Die Verkaufskanone" zitiert.

Als die Döring-Geschichte auf dem Markt ist, reagieren viele Parteifreunde mit Kopfschütteln. Ausgerechnet vor der Einkehr zu Dreikönig trete die FDP ohne Not öffentlich wieder als "Intrigantenstadl" in Erscheinung. Döring, seit 20 Jahren im Politgeschäft, hätte nie so offenherzig sein dürfen, sagt ein FDP-Mann.

Döring unter verschärfter Beobachtung

Döring erklärt in einem Schreiben an die Mitglieder des Bundesvorstandes und der Fraktion, die Äußerungen seien aus dem Zusammenhang gerissen worden und sollten erkennbar der FDP, Rösler "und auch meiner Person schaden".

Der stern widerspricht Dörings Darstellung. Es wurde nichts aus dem Zusammenhang gerissen. Alle Zitate sind so gefallen, wie sie wiedergegeben wurden.

Intern wird dem leidenschaftlichen Golfer, Jazz-Saxofonisten und Hannover-96-Fan zugute gehalten, dass er nach dem Lindner-Abgang das stern-Gespräch seinerzeit in Hannover mit viel Adrenalin geführt haben dürfte. Gegenüber Rösler hat Döring inzwischen erläutert, wie sich das alles abspielte. Die beiden sind seit Jungliberalen-Zeiten in Niedersachsen gut befreundet. Ein Bruch noch vor seiner Wahl zum General ist kaum zu erwarten. Döring dürfte aber unter verschärfter Beobachtung stehen. Für ein passables Ergebnis auf dem Parteitag Ende April in Karlsruhe darf er sich wohl keine Patzer mehr erlauben.

jar/DPA / DPA
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.