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Nach Facebook-Gepöbel: Deutschlands miesester Hetzer: Endlich Hausbesuch vom Staatsschutz

Wie krank muss man sein, wenn man den Tod des kleinen Jungen an der türkischen Küste noch bejubelt? Seine Freude darüber teilte ein Rechtsaußen auf Facebook - und bekam nun Besuch vom Staatsschutz. Und noch jemand ist stinksauer auf den Berliner. 

Nachdem ein Berliner mit rechter Hetze bei Facebook aufgefallen war, bekam er promt Besucht vom Staatsschutz. 

Nachdem ein Berliner mit rechter Hetze bei Facebook aufgefallen war, bekam er promt Besucht vom Staatsschutz. 

Durch Facebook zieht sich derzeit ein Riss: Auf der einen Seite bekunden Promis und ganz normale Bürger Solidarität mit Flüchtlingen und machen sich stark für eine offene Willkommenskultur. Auf der anderen stehen besorgte Bürger", rechte Pöbler,  und noch viel krankere Geister. Einer von der übelsten Sorte bekam nun Besuch vom Staatsschutz. Er hatte via Facebook den Tod es kleinen Flüchtlingsjungen Ailan Kurdi an der türkischen Küste gefeiert.

Als Administrator der Facebook-Seite "Berlin wehrt sich" hatte er geschrieben: "Wir TRAUERN NICHT sondern wir FEIERN ES! Nur ein Flüchtling, ein Flüchtling ist zu wenig: Das Meer hat schon mehr Flüchtlinge geschluckt!" 222 Facebooker teilten den Kommentar, 89 gefiel der Eintrag - und auch die Polizei Berlin reagierte. Die Beamten schrieben: "Guten Abend Community, vielen Dank für Ihre zahlreichen Hinweise auf dieser Facebookseite. Unser Staatsschutz prüft derzeit weitere Ermittlungsschritte."

Polizei durchsucht Wohnung des Facebook-Hetzers

Am Samstag war die Prüfung offenbar abgeschlossen, denn Beamte des Polizeilichen Staatsschutzes beim Landeskriminalamt Berlin durchsuchten die Wohnung des Hetzers. Dort stellten die Polizisten einen Computer und zwei Handys als Beweismittel sicher. Der 26-jährige Mann aus Berlin-Hellersdorf wurde nach der polizeilichen Maßnahme zwar entlassen, die Ermittlungen gegen ihn laufen aber weiter.

Wie soll der Staat bei Hetze im Netz reagieren?

Facebook-Post gelöscht

Hintergrund seiner zynischen Äußerungen war das Fotos eines toten Kindes, das vor der türkischen Küste ertrunken war. Während das Foto weltweit Mitleid und Schock auslöste, hetzte der Mann - und garnierte das Ganze mit Links zu Berichten der Berliner Boulevardzeitung "BZ". Nun hat der neben den Ermittlungen noch anderen Ärger, denn der Chefredakteur reagierte promt. Peter Huth, Chef der "BZ", postete gestern um 17:21 eine klare Botschaft, berichtet der "Tagesspiegel": "Ihr habt jetzt genau neun Minuten Zeit, diesen und alle anderen BZ-Links von Eurer Hohlkopf-Seite zu nehmen, um exakt 17.30 Uhr schicke ich Euch alles auf den Hals, was wir an Anwälten zu bieten haben und das sind auf jeden Fall mehr als ihr Gehirnzellen habt."

Inzwischen hat Facebook - nach unzähligen Meldungen von Usern und auch auf Druck der "BZ"-Redaktion - die Hetzparolen gelöscht



kg