HOME

FDP-Fraktionschefin Homburger im Interview: "Wir Frauen haben Quoten nicht nötig"

Die FDP-Fraktionsvorsitzende Birgit Homburger hält es mit der Bundeskanzlerin - sie lehnt Frauenquoten strikt ab. Ihre Kritik an den Ministerinnen von der Leyen und Schröder im stern.de-Interview: "Ihre Staatssekretäre sind nur Männer. Vorbild sieht anders aus!"

Frau Homburger sind Sie eine Quotenfrau?
Ich habe meine ganze politische Laufbahn ohne Quote absolviert. Quoten führen nur dazu, dass Frauen als Quotenfrauen diffamiert werden. Wir Frauen haben das nicht nötig. Wir sind auch so in der Lage, unsere Frau unter Männern zu stehen.

Im Koalitionsvertrag steht: "Der Anteil von Frauen in Führungspositionen in der Wirtschaft und im öffentlichen Dienst soll maßgeblich erhöht werden." Also erfüllt Ursula von der Leyen doch nur ihre Pflicht, wenn sie jetzt nach einer Quote ruft.
Zunächst einmal ist Frau Schröder zuständig und die schlägt etwas anderes vor. Im Koalitionsvertrag steht, dass wir die gesetzlichen Grundlagen überprüfen und einen Stufenplan initiieren. Von einer Quote steht da nichts. Eine starre Quote quer über alle Wirtschaftsbereiche geht sowieso nicht. Sie können die Baubranche nicht mit dem Finanzsektor gleichsetzen.

Frauen sind auf dem Vormarsch - Sie selbst sind als FDP-Fraktionschefin ein Beispiel dafür. Aber in der Wirtschaft bleiben sie weitgehend außen vor. Braucht es dort keine Frauen?
Ich erwarte, dass die Wirtschaft in den kommenden Jahren mehr Frauen berücksichtigt. Wer Frauen aus der Führung ausklammert, schadet der eigenen Wettbewerbsfähigkeit. Diejenigen, die heute noch skeptisch sind, werden wegen des Fachkräftemangels bald dankbar sein, wenn sie eine Frau einstellen dürfen.

Was denken denn die schwäbischen Unternehmer in dieser Frage?
Sie klagen über Fachkräftemangel und wissen, dass sie Frauen brauchen.

Die Wirtschaft hat in einer Selbstverpflichtung erklärt, sie wolle Frauen fördern. Passiert ist trotzdem nichts.
Lange Versäumtes lässt sich nicht von heute auf morgen ändern. Frauen sind heute höchst qualifiziert und haben öfter durchgängige Berufserfahrung, wegen verbesserter Rahmenbedingungen. Damit stehen zunehmend mehr Frauen für Führungsaufgaben zur Verfügung. Das hat sich in den letzten Jahre drastisch verändert.

Einspruch, Frau Homburger: 50 Prozent der Hochschulabsolventen sind Frauen. Aber 90 der größten Unternehmen haben keine einzige Frau im Vorstand. Und Sie wollen keine Quote?
Viele Unternehmen bestellen ihre Aufsichtsräte und Vorstände bis 2013 neu. Ich erwarte, dass sich der Frauenanteil an Führungspositionen deutlich erhöht. Eine Quote wäre ein Eingriff in die Vertragsfreiheit und ist daher auch rechtlich sehr problematisch.

70 Prozent der Frauen müssen Teilzeit arbeiten, weil die Kita um 15 Uhr schließt. Liefern die Unternehmen kein familienfreundliches Arbeitsumfeld?
Deshalb haben wir uns in den vergangenen Jahren konsequent für bessere Rahmenbedingungen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf engagiert und tun dies auch weiter. Auch die Unternehmen sind gefragt, über Betriebskindergärten oder Kooperationen die Vereinbarkeit zu erhöhen. Diese weichen Faktoren haben erfreulicherweise inzwischen auch für immer mehr Männer eine große Bedeutung.

Der FDP wird vorgeworfen, sie mache im Auftrag der Wirtschaftslobbyisten Wind - Verzeihung, dass ich das Wort noch einmal benutze - gegen die Frauenquote. Liegt es vielleicht auch daran, dass in der FDP-Fraktion überwiegend Männer sitzen?
Unser Anteil ist mit 26 Prozent besser, auch wenn ich mir noch mehr Frauen wünsche. Im Übrigen ist interessant, dass alle Staatssekretäre der Frauenministerin Schröder, wie auch der ehemaligen Frauenministerin von der Leyen, Männer sind. Vorbild sieht anders aus. Bevor man anklagt, sollte man erstmal schauen, was sich im eigenen Haus machen lässt.

Auch die EU macht sich für die Quote stark. Kommissar Michel Barnier sagt, die Quote führe zu ausgewogeneren Entscheidungen.
Das ist keine Frage, die auf europäischer Ebene geregelt werden muss.

Von Hans Peter Schütz
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(