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Flüchtlingskrise: Sonderzug mit mehr als 500 Flüchtlingen in Berlin eingetroffen

Während andere EU-Länder ihre Zahlen nach oben setzen, verspricht die dänische Regierung ihren Wählern, die Zahl der Flüchtlinge zu verringern. Die Ereignisse des Tages im Rückblick.

Ein Sonderzug mit mehr als 500 Flüchtlingen trifft in Berlin am Regionalbahnhof Flughafen Schönefeld ein

Ein Sonderzug mit mehr als 500 Flüchtlingen trifft in Berlin am Regionalbahnhof Flughafen Schönefeld ein

Die Bilder der anhaltenden Flüchtlingskrise bewegen die Menschen und setzen die Politiker unter Druck, sowohl auf Bundes- als auch EU-Ebene streiten sie darüber, wie man mit dieser Herausforderung am besten umgeht. Nachdem Union und SPD erst vor wenigen Tagen gemeinsam ein Paket zur Bewältigung des Flüchtlingszustroms beschlossen haben, schießt die CSU weiter quer und kritisiert massiv die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung. Die meisten Deutschen haben laut einer Umfrage weiterhin keine Angst vor den Migranten. Italiens Ministerpräsident Matteo Renzi verlangt endlich die Aufhebung der Dublin II-Regeln und erinnert daran, dass Italien schon sehr lange Menschen aus dem Mittelmeer rette. Die Ereignisse der Flüchtlingskrise im Tagesrückblick:

+++ 23 Uhr: Sonderzug mit mehr als 500 Flüchtlingen in Berlin eingetroffen +++

Ein Sonderzug mit mehr als 500 Flüchtlingen ist in Berlin am Regionalbahnhof Flughafen Schönefeld eingetroffen. Der Zug kam direkt aus Salzburg, von Schönefeld aus sollten die Flüchtlinge mit Bussen direkt in die neuen Unterkünfte am Olympiapark gebracht werden, teilt die Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales mit. Die neuen Unterkünfte waren am Vortag mit Hilfe der Bundeswehr fertiggestellt worden. Zwischenfälle gab es bei der Ankunft des Zuges laut Polizei nicht. Mit den neu eingetroffenen Menschen stieg die Zahl der innerhalb einer Woche aufgenommenen Flüchtlinge laut Verwaltung auf 5500.

+++ 22 Uhr: Paris suspendiert Honorarkonsulin nach Verkauf von Flüchtlingsbooten +++

Die französische Regierung suspendierte eine Honorarkonsulin Frankreichs in der Türkei vom Dienst, weil sie Boote an Flüchtlinge verkauft hat. Der französische Außenminister Laurent Fabius traf die Entscheidung zur Suspendierung, wie sein Ministerium in Paris bekanntgibt. Die Frau betreibt in der Türkei ein Geschäft für Bootsbedarf.

Die Entscheidung zur Suspendierung erfolgte nach einem Bericht des französischen Fernsehsenders France 2. Darin ist die Honorarkonsulin als Händlerin im türkischen Badeortt Bodrum zu sehen - neben einer französischen Flagge und einem Schild, das sie als Honorarkonsulin Frankreichs ausweist.

+++ 21.50 Uhr: Obama rechnet über Jahrzehnte mit Flüchtlingsströmen +++

Die Welt muss sich nach Ansicht von US-Präsident Barack Obama noch über Jahrzehnte auf Flüchtlingskrisen einstellen. Sie würden durch militärische Konflikte und den Klimawandel gefördert.

+++ 21 Uhr: Drehkreuz für Flüchtlinge soll in Lüneburger Heide entstehen  +++

In der Lüneburger Heide soll ein Drehkreuz für Flüchtlinge in Norddeutschland entstehen. Asylbewerber sollen direkt per Bahn von Österreich nach Bad Fallingbostel gebracht werden, dort in Busse umsteigen und auf die norddeutschen Länder verteilt werden. Das teilt das niedersächsische Innenministerium mit. Der Bund wolle in Fallingbostel in direkter Nähe zur Kaserne in Oerbke auf einem Gleisanschluss einen Verteilknoten für Flüchtlinge einrichten, heißt es vom Ministerium. Am Samstag wollen sich Vertreter von Bund und Land zur weiteren Planung direkt in Fallingbostel treffen.

+++ 19.52 Uhr: Gauck sieht Flüchtlingshilfe als Marathonlauf +++

Bundespräsident Joachim Gauck hat zu entschlossenem und unbürokratischem Handeln in der Flüchtlingskrise aufgerufen. Bei der Eröffnung des zweitägigen Bürgerfestes im Park von Schloss Bellevue warnte Gauck zugleich vor "Blauäugigkeit" und verglich die Integration der Flüchtlinge mit einem Marathonlauf. "Es kommen auch härtere Zeiten auf uns zu", sagte er. Gemeinsam mit Kanzlerin Angela Merkel traf Gauck auf dem Fest mit einer Gruppe von Flüchtlingen unter anderem aus Afghanistan zusammen.

+++ 18.29 Uhr: München fordert in Flüchtlingskrise Hilfe der Bundesländer +++

München fordert zur Bewältigung der Flüchtlingskrise dringend Hilfe von den Bundesländern und der Bundesregierung ein. Während sich die bayerische Landeshauptstadt für das Wochenende auf 40.000 Ankömmlinge einstellt, hätten die Bundesländer insgesamt freie Unterbringungen für 1500 Menschen gemeldet, sagte Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter. "Das halte ich für skandalös", fügte er hinzu. Außer Bayern nehme bislang vor allem Nordrhein-Westfalen Flüchtlinge auf. "Die anderen möchte ich dringend bitten, sich nicht wegzuducken. So kann es nicht weitergehen", sagte das Stadtoberhaupt.

+++ 18.11 Uhr: De Maizière: "Tempo des Zuzugs ist zu hoch" +++

Innenminister Thomas de Maizière hält das Tempo der Flüchtlingszuwanderung für zu hoch. "Deswegen müssen wir an einer Entschleunigung arbeiten, damit wir auch in Deutschland nicht an eine Belastungsgrenze stoßen", sagte der CDU-Politiker am Freitag in Dresden. De Maizière forderte die Asylbewerber auf, korrekte Angaben zu ihrer Herkunft und ihrer Person zu machen. "Das ist nicht zu viel verlangt, wenn man in einem Land Schutz möchte. Auch von den Flüchtlingen muss man einiges erwarten." Es müsse sichergestellt werden, dass alle korrekt registriert würden.

+++ 17.59 Uhr: Ungarns Polizei geht entwürdigender Essenvergabe an Flüchtlinge nach +++

Ungarns Polizei hat eine interne Untersuchung angeordnet nach der Veröffentlichung von Internetaufnahmen, die beklemmende Szenen aus einem ungarischen Flüchtlingslager zeigen. In zwei Videos, die der österreichische Grünen-Politiker Alexander Spritzendorfer auf YouTube publizierte, sind Polizisten dabei zu sehen, wie sie im Aufnahmelager Röszke auf entwürdigende Weise Essen an Flüchtlinge verteilen. Laut einem Bericht der staatlichen ungarischen Nachrichtenagentur MTI vom Freitag wird dieser Vorfall nun von der Polizei überprüft.


+++ 17.52 Uhr: Hertha BSC lädt 1200 Flüchtlinge zum Stuttgart-Spiel ein +++

Hertha BSC hat für das Heimspiel gegen den VfB Stuttgart am Samstag 1200 Flüchtlinge eingeladen. Neben 1000 Eintrittskarten für das Olympiastadion verteilte der Berliner Fußball-Bundesligist am Freitag Fußbälle, T-Shirts und Schals an Menschen aus Syrien, Afghanistan und Pakistan. "Unser Verein ist multikulturell, bunt und integrativ - es war klar, dass Hertha BSC helfen wird", sagte Geschäftsführer Michael Preetz in einer Mitteilung des Clubs. Schon unter der Woche hatte der Verein 200 Tickets in einer Flüchtlingsunterkunft verschenkt.

+++ 17.23 Uhr: Innenminister warnen vor "Kollaps" bei Unterbringung von Flüchtlingen +++

Die Innenminister der Länder haben vor wachsenden Engpässen bei der Aufnahme neuer Flüchtlinge in Deutschland gewarnt. "Wir wissen, dass auch unsere Aufnahmemöglichkeiten an Kapazitätsgrenzen stoßen werden", sagte der Chef der Innenministerkonferenz, der rheinland-pfälzische Ressortchef Roger Lewentz (SPD), der Deutschen Presse-Agentur. "Wir brauchen Flächen, damit es eben nicht zu einem Kollaps kommt." Nach Angaben von Lewentz hat Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) signalisiert, dass der Bund mehr Plätze zum Beispiel in Bundeswehrkasernen zur Verfügung stellen könnte, die zum Teil noch belegt seien. Es gehe auch um Liegenschaften des Technischen Hilfswerks (THW) und der Bundespolizei.

+++ 17.50 Uhr: Hertha BSC lädt 1200 Flüchtlinge zum Stuttgart-Spiel ein +++

Hertha BSC hat für das Heimspiel gegen den VfB Stuttgart am Samstag (15.30 Uhr/Sky) 1200 Flüchtlinge eingeladen. Neben 1000 Eintrittskarten für das Olympiastadion verteilte der Berliner Fußball-Bundesligist am Freitag Fußbälle, T-Shirts und Schals an Menschen aus Syrien, Afghanistan und Pakistan. "Unser Verein ist multikulturell, bunt und integrativ - es war klar, dass Hertha BSC helfen wird", sagte Geschäftsführer Michael Preetz in einer Mitteilung des Clubs. Schon unter der Woche hatte der Verein 200 Tickets in einer Flüchtlingsunterkunft verschenkt.

+++ 17.20 Uhr: Interpol und Europol bereiten Polizei-Gipfel gegen Schleuser vor +++

Die internationalen Polizeiorganisationen Interpol und Europol haben angesichts der Flüchtlingskrise zu einem verstärkten Kampf gegen Schleuser aufgerufen. Sie bereiten ein Gipfeltreffen hochrangiger Polizeibeamter aus Herkunfts-, Durchreise- und Zielländern von Flüchtlingen vor, wie Interpol im französischen Lyon mitteilte. "Kriminelle machen Millionenprofite mit der Verzweiflung derer, die vor Konflikten oder Armut fliehen", sagte Interpol-Chef Jürgen Stock. Dieses Geld könne anschließend in Korruption und schwere grenzüberschreitende Kriminalität fließen. Die Behörden stünden zunehmend skrupellosen Gruppen gegenüber, die schwerer zu bekämpfen seien und neue Werkzeuge wie Soziale Medien für ihre Zwecke nutzten, erläuterte Europol-Direktor Rob Wainwright.

+++ 17.01 Uhr: Bereits doppelt so viele Mittelmeer-Flüchtlinge wie 2014 +++

In diesem Jahr sind bereits mehr als doppelt so viele Flüchtlinge über das Mittelmeer nach Europa gekommen als 2014 insgesamt. Fast 433.000 Menschen seien an den Küsten gelandet, teilte die Internationale Organisation für Migration am Freitag in Genf mit. Davon hätten über 300.000 Griechenland und gut 100.000 Italien als Ziel gewählt. Über 2700 seien ertrunken. Das Flüchtlingshilfswerk UNHCR lobte zwar den Plan von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker zur Verteilung von 160.000 Flüchtlingen in Südeuropa auf andere EU-Staaten. Dies sei aber genauso wenig ausreichend, wie die Bereitschaft der USA, im kommenden Jahr rund 10.000 Syrer aufzunehmen.

+++ 16.54 Uhr: Todesdrohung gegen hessischen Landrat wegen Hilfe für Flüchtlinge +++

Der hessische Landrat Erich Pipa von der SPD sieht sich wegen seines Engagements für Flüchtlinge Morddrohungen ausgesetzt. Sie gehen von Rechtsextremisten einer "Initiative Heimatschutz Kinzigtal" aus, sagte der Verwaltungschef des Main-Kinzig-Kreises bei einer Pressekonferenz. Am Freitag machte Pipa den Vorgang in Gelnhausen öffentlich. "Nichts tun, würde Schweigen bedeuten. Ich werde mich nicht einschüchtern lassen", sagte der 67-Jährige. In einem der Schreiben wird Pipa gedroht, dass ihn jemand "aus dem Weg räumen" könnte.

+++ 16.35 Uhr: Bahn lässt Flüchtlinge auch ohne Schein mitfahren +++

Die Deutsche Bahn lässt Flüchtlinge und ihre ehrenamtlichen Begleiter aktuell auch ohne Ticket mitfahren. Wie "Spiegel Online" berichtet, sehen die Kontrolleure seit heute darüber hinweg, wenn ein Flüchtling keinen Fahrschein besitzt, da inzwischen viele unterwegs sind, ohne in einer Anlaufstelle registriert zu sein. In Erstunterkünften erhielten Flüchtlinge in der Regel Wertscheine, die sie zur Fahrt mit der Bahn berechtigen, heißt es. Dennoch komme es vor, dass Flüchtlinge auch ohne Ticket mit der Bahn reisten. Einen Freifahrtschein gibt es erst mit der Registrierung. Bis auf Weiteres sollen Kontrolleure diese direkt im Zug ausstellen - und dabei selbst entscheiden können, ob es sich bei einem Fahrgast um einen Flüchtling handelt.

+++ 16.19 Uhr: Mehr Ausbildungsplätze für Flüchtlinge bei ThyssenKrupp +++

Der Industriekonzern ThyssenKrupp stellt zusätzliche Ausbildungsplätze für Flüchtlinge zur Verfügung. Insgesamt gehe es dabei um 150 Stellen für Lehrlinge sowie 230 Praktikumsplätze, berichtete eine Sprecherin am Freitag in Essen. 

+++ 16.04 Uhr: Erste Haftstrafe wegen Mithilfe für Schleuser in Bulgarien +++

Bulgarien verurteilt erstmals einen Schleuser-Helfer zu einer Haftstrafe. Der Bulgare aus Burgas am Schwarzen Meer muss elf Monate ins Gefängnis und umgerechnet 1000 Euro zahlen. Er hatte am Montag 54 Migranten unweit der Grenze zur Türkei in Empfang genommen und sie mit einem Kleinbus ins Landesinnere gefahren. Der jetzt in Zarewo verurteilte Bulgare war ein Helfer des Schleusers, der die Menschengruppe aus Syrien, Afghanistan und dem Irak über die türkische Grenze gebracht hatte, wie aus einer Mitteilung der Staatsanwaltschaft hervorgeht.

+++ 15.31 Uhr: EU-Bank bietet Finanzhilfe in Flüchtlingskrise an +++

Die Europäische Investitionsbank (EIB) bietet Hilfe bei der Finanzierung von Projekten zur Bewältigung der Flüchtlingskrise an. Als Beispiele nennt EIB-Präsident Werner Hoyer in Luxemburg Mittel für die Unterbringung, Krankenversorgung und technische Organisation der Erstaufnahme. Über genaue Summen könne er noch nicht sprechen, er sei aber überrascht von der positiven Resonanz der EU-Finanzminister auf seinen Vorschlag.

+++ 15.30 Uhr: Österreich erwartet 5000 Flüchtlinge täglich bis Jahresende +++

Die österreichische Bundesregierung rechnet für den Rest des Jahres mit durchschnittlich bis zu 5000 neu ankommenden Flüchtlingen pro Tag. Diese Zahl basiere auf Einschätzungen Deutschlands über den zu erwartenden  Flüchtlingsstrom. 90 Prozent der Menschen wollten nach Deutschland weiterreisen, sagte Österreichs Kanzler Wener Faymann.

+++ 15.25 Uhr: Bahn fährt ab morgen früh wieder über die Vogelfluglinie +++

Nach dem vorübergehenden Stopp des Zugverkehrs zwischen Deutschland und Dänemark fährt die Deutsche Bahn ab morgen wieder mit Fernzügen von Hamburg über Puttgarden in Richtung Kopenhagen. "Auch die Linie Hamburg-Flensburg-Aarhus nimmt am Morgen wieder ihren Betrieb auf", sagt Bahnsprecher Egbert Meyer-Lovis. Unklar sei jedoch, ob es durch mögliche Kontrollen an der Grenze zu Verzögerungen kommen werde. Dänemark hatte den Zugverkehr von und nach Deutschland am Mittwoch vorübergehend gestoppt, um die Zahl der einreisenden Flüchtlinge zu begrenzen. 

 

+++ 15.17 Uhr: Berliner U-Bahn-Plan auf Arabisch +++

Service für Flüchtlinge: Den Netzplan der Bahnen und Busse in Berlin gibt es jetzt auf Arabisch und Englisch. Zusammen mit der ehrenamtlichen Initiative "Moabit hilft" haben die Berliner Verkehrsbetriebe ein entsprechendes Faltblatt erstellt. Die erste Auflage von 5000 Exemplaren soll ab heute an die Helfer am Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) ausgeliefert werden. Dort müssen sich die Flüchtlinge registrierten lassen. In dem Plan sind die wichtigsten Anlaufstellen für Flüchtlinge markiert. Außerdem wurden Bahnhofsnamen zum Teil phonetisch ins Arabische übersetzt - damit auch Flüchtlinge, die keine lateinischen Buchstaben lesen können, sich orientieren können. 

+++ 14.39 Uhr: Berliner Polizei ermittelt wegen Hass-Postings  +++

Ausländerfeindliche Hass-Postings gegen Flüchtlinge im Internet führen zu einer Flut von Anzeigen bei der Berliner Polizei. Besonders private Hass-Postings, die von dem Internet-Blog "Perlen aus Freital" öffentlich gemacht werden, würden häufig den Sicherheitsbehörden gemeldet, teilt die Polizei auf Facebook mit. Diese Hass-Parolen seien der Polizei aber meist schon bekannt, entsprechend werde bereits ermittelt. "Deshalb bitten wir Sie/Euch von Anzeigen abzusehen, wenn Sie den "Hass-Post" lediglich aus dem Blog "Perlen aus Freital" kennen", schreibt die Polizei. 

+++ 14:12 Uhr: Dänemark will Zahl der Flüchtlinge verringern ++

Dänemark will keine der nach den Vorschlägen von EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker in Europa zu verteilenden Flüchtlinge aufnehmen. "Es ist richtig, dass wir gut einen Teil der 160.000 Flüchtlinge aufnehmen könnten, aber da sehe ich einfach keinen Grund zu", sagt die dänische Integrationsministerin Inger Støjberg der Nachrichtenagentur Ritzau. Weil für das Land in diesem Bereich eine Ausnahmeregel gilt, muss es sich nicht an der Asylpolitik der EU beteiligen. "Wir haben einen Rechtsvorbehalt, und wir nehmen von vornherein einen sehr großen Anteil auf." In diesem Jahr rechnet Dänemark mit seinen knapp 5,7 Millionen Einwohnern laut Finanzgesetz mit 20.000 Asylbewerbern. Rein rechnerisch kämen damit 3,5 Asylsuchende auf 1000 Einwohner. 

+++ 14:04 Uhr: Ungarn bittet um Betten und Matratzen +++

Zur Notversorgung von Flüchtlingen bittet Ungarn die EU um Hilfe. Budapest hat deshalb beantragt, den sogenannten EU-Mechanismus für den Zivilschutz in Gang zu setzen, teilt die EU-Kommission mit. Darüber soll in Brüssel umgehend entschieden werden. Es gehe konkret um Matratzen, Bettwäsche oder Heizmaterial, sagt eine Sprecherin. EU-Innenkommissar Dimitris Avramopoulos wird am kommenden Mittwoch (16. September) Ungarn besuchen. Am Donnerstag (17. September) ist dann eine Reise nach München geplant.

+++ 14 Uhr: 71 tote Flüchtlinge in Österreich sollen beerdigt werden +++

Die Gerichtsmedizin in Wien gibt die Leichen der 71 in einem Schlepper-Lastwagen vermutlich erstickten Flüchtlinge nach der Obduktion zur Beerdigung frei.

+++ 13:49 Uhr: Hafen von Lesbos leert sich +++

Erleichterung auf der seit Wochen überfüllten griechischen Insel Lesbos: Wie die Behörden mitteilen sind in den vergangenen vier Tagen gut 29 000 Menschen zum Festland gebracht worden. Dies berichtet das Staatsradio. Wie Augenzeugen der Deutschen Presse-Agentur sagen, ist der Hafen der Insel nicht mehr überfüllt. Nach Angaben der Küstenwache kommen mehr als 3500 Flüchtlinge von Lesbos an Bord von zwei Fähren im Hafen von Piräus an. Damit werden täglich mehr Menschen aus Lesbos abgeholt, als aus der Türkei auf der Insel ankommen. Die Migranten reisen anschließend weiter nach Nordgriechenland Richtung Westeuropa. 

+++ 13:49 Uhr: Seehofer will Orban einladen, Grüne nennen dies widerlich +++

Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer kündigt an, den ungarischen Ministerpräsidenten Orban zur nächsten Klausur der CSU-Landtagsfraktion einzuladen. Die Grünen kritisieren das scharf: "Horst Seehofer marschiert im Schulterschluss mit dem ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban stramm nach rechts", sagt Bayerns Grüne Fraktionschefin Margarete Bause. "Seine Aussagen und die seiner Parteifreunde Friedrich und Söder sind widerlich. Die Menschen in Bayern und Deutschland denken und handeln glücklicherweise anders."

+++ 13:26 Uhr: Steinmeier warnt vor radikalen Lösungen ++

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) spricht sich für eine "effizientere Rückführungspolitik auf europäischer Ebene" und einen besseren Schutz der EU-Außengrenzen aus. Zugleich warnt er vor "radikalen" Lösungen. Durch eine vollkommene Abriegelung der Außengrenzen würde Europa seine Werte verraten, sagt er. Es könne aber auch nicht allen Menschen Zuflucht gewährt werden. "Die Folge davon wäre: Wir würden die Akzeptanz in unseren eigenen Bevölkerungen verlieren." In den Herkunftstaaten der Flüchtlinge müssten Gerüchte entkräftet werden, wonach "jeder entweder ein Recht auf Asyl oder eine Garantie auf einen Arbeitsplatz hat", sagt Steinmeier. "Schlepperorganisationen arbeiten gezielt mit solchen Gerüchten, um Menschen auf eine gefährliche Reise zu schicken. Wir müssen die Gerüchte richtigstellen, und wir müssen Schlepperorganisationen bekämpfen." 

+++ 13:26 Uhr: Osteuropäische Länder wollen Kontrolle über Zahl der Einreisenden behalten +++

Die osteuropäischen Länder der Visegrad-Gruppe erteilen einer EU-Quote zur Verteilung von Flüchtlingen erneut eine Absage. "Wir sind überzeugt, dass wir als Länder die Kontrolle über die Zahl der Flüchtlinge haben sollten, die wir bereit sind aufzunehmen", sagt der tschechische Außenminister Lubomir Zaoralek in Prag.  Zuvor hatte er mit seinen Kollegen aus Ungarn, der Slowakei und Polen sowie Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) über die Flüchtlingskrise beraten. Während Deutschland und andere Länder auf eine "faire" Verteilung von Flüchtlingen in der EU dringen, lehnen die vier Visegrad-Staaten die von Brüssel vorgeschlagenen Quoten vehement ab. Steinmeier bezeichnete die Flüchtlingskrise als "die wahrscheinlich größte Herausforderung für die Europäische Union in ihrer Geschichte". Kein Land könne diese allein lösen. "Wir sind hier auf europäische Solidarität angewiesen", betonte der Außenminister. Es müsse nicht nur eine Lösung gefunden werden für Flüchtlinge, die bereits nach Europa gereist seien. "Wir müssen uns auch verständigen über einen gerechten Verteilungsmechanismen für diejenigen, die noch auf dem Weg sind", sagte der SPD-Politiker.

+++ 13:22 Uhr: Bewährungsstrafe wegen Aufruf zur Brandstiftung +++

Das Amtsgericht im niedersächsischen Bückeburg verurteilt einen Mann wegen Internet-Hetze gegen Flüchtlinge zu einer Haftstrafe von vier Monaten auf Bewährung. Der 23-Jährige sei wegen Volksverhetzung und Anstiftung zu Straftaten schuldig gesprochen worden, sagte ein Gerichtssprecher. Die "Deister- und Weserzeitung" berichtete, dass er bei Facebook dazu aufgerufen hatte, Flüchtlingsunterkünfte in Brand zu setzen. Der mehrfach vorbestrafte Mann hat laut Gericht angeführt, er sei betrunken gewesen, als er den Aufruf schrieb. Das Urteil entspricht der Forderung der Staatsanwaltschaft

+++ 13:21 Uhr: Verfassungsschutz traut 260 Islamisten Terrorakte zu +++

Der Verfassungsschutz rechnet mehr als 43.000 Menschen zur islamistischen Szene in Deutschland. Etwa 1000 von ihnen werden dem "islamistisch-terroristischen" Spektrum zugeordnet. Darunter sind 260 sogenannte Gefährder, denen die Polizei einen Terrorakt zutraut. Nach jüngsten Zahlen von Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen sind inzwischen mehr als 730 Dschihadisten aus Deutschland in das Kampfgebiet nach Syrien und in den Irak ausgereist. Viele haben sich dort der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) angeschlossen. Gut 200 der Ausgereisten sind nach Erkenntnissen der Sicherheitsbehörden inzwischen wieder in Deutschland, etwa 70 von ihnen wurden an der Waffe ausgebildet und haben Kampferfahrung. Rund 60 Islamisten aus Deutschland sind in Syrien und dem Irak gestorben.

+++ 13:21 Uhr: VfL Wolfsburg lädt Flüchtlinge zum Champions-League-Spiel ein +++

Der VfL Wolfsburg engagiert sich für die Flüchtlinge in der Region Wolfsburg. So lädt der Fußball-Bundesligist alle, rund 1.200, in Wolfsburg lebenden Flüchtlinge zum Heimspiel in der UEFA Champions League gegen den PFC CSKA Moskva, am 15. September in die Volkswagen Arena ein, um ihnen einen schönen Abend mit internationalem Spitzenfußball zu bieten. Darüber hinaus werden die Wölfe einen Euro pro verkaufter Eintrittskarte an Flüchtlingsprojekte in der Region spenden. Damit folgt der VfL Wolfsburg dem Aufruf des portugiesischen Champions League-Starters FC Porto an alle Champions League- und Europa League-Teilnehmer, sich für Flüchtlinge einzusetzen.

+++ 13.18 Uhr: Orbán will Flüchtlinge festnehmen lassen +++

Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán lässt verlauten: "Die Flüchtlinge, die die Grenze illegal überschreiten, werden von kommender Woche an festgenommen". 

+++ 12.47 Uhr: Morddrohung gegen hessischen Landrat +++

Der hessische Landrat Erich Pipa von der SPD sieht sich wegen seines Engagements für Flüchtlinge Morddrohungen von Rechtsextremisten ausgesetzt. Sie gehen von einer "Initiative Heimatschutz Kinzigtal" aus, teilt der Verwaltungschef des Main-Kinzig-Kreises auf einer Pressekonferenz mit. In einem der Schreiben, die der Deutschen Presse-Agentur vorlagen, wird Pipa gedroht, dass ihn jemand umbringen könnte. In dem Neun-Zeiler wird auch ein konkreter Tag genannt: der kommende Sonntag. Dann will der Landrat an der Freizeit- und Breitensportveranstaltung "Kinzig total" teilnehmen. 

+++ 12.30 Uhr: Steinmeier rechnet mit 40.000 Flüchtlingen am Wochenende +++

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier rechnet mit der Ankunft von rund 40.000 weiteren Flüchtlingen allein an diesem Wochenende. Diese Herausforderung könne nicht von einem Land allein bewältigt werden, sagt er in Prag.

+++ 12.26 Uhr: EU-Gipfel im September bei Scheitern der Innenminister +++

EU-Ratspräsident Donald Tusk will noch im September einen Sondergipfel zur Flüchtlingskrise einberufen, sollten die Innenminister bei ihrem Treffen am Montag keine Einigung erzielen. Die jüngsten Gespräche mit mehreren Staats- und Regierungschefs der EU machten ihm mehr Hoffnung, dass ein Konsens möglich sei, sagt Tusk. 

+++ 12.21 Uhr: Mehr Flüchtlinge aus Syrien, weniger aus Balkanländern +++

Die Zahl von Flüchtlingen aus Syrien ist im August offenbar drastisch angestiegen, während aus den westlichen Balkanstaaten deutlich weniger Menschen als zuvor nach Deutschland kamen. Wie die Flüchtlingsorganisation Pro Asyl mitteilt, erhöhte sich die Zahl von Asylbewerbern aus Syrien von 25.794 im Juli auf gut 46.460 im August. Aus Albanien, von wo im Juli noch 17.346 Menschen nach Deutschland kamen, kamen im August nur noch 8524. Auch bei Mazedonien sank die Zahl von 1907 auf 1343, während sie bei Serbien anstieg - von 1867 auf 2159. Die Syrer stellten damit im August 44,5 Prozent aller Flüchtlinge, im Juli waren es noch 31,1 Prozent.

+++ 12 Uhr: 4000 Soldaten in Rufbereitschaft +++

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat für dieses Wochenende rund 4000 Bundeswehr-Soldaten in Rufbereitschaft versetzt. Sie sollten "im Notfall mit anpacken können", sagte die CDU-Politikerin dem Magazin "Der Spiegel". "Was personelle Hilfe angeht, haben wir noch Luft nach oben."

+++ 11:31 Uhr: Menschenrechtler unterstellen Ungarn Verletzung von EU-Recht +++

Ungarische Menschenrechtsaktivisten werfen der Regierung ihres Landes vor, mit Gesetzen zur Einreise von Flüchtlingen gegen EU-Recht zu verstoßen. "Ungarn ist verpflichtet, den Anspruch von Flüchtlingen auf Schutz in jedem Einzelfall zu prüfen", sagt die Leiterin des ungarischen Helsinki-Komitees, Márta Pardavi in Budapest. Wenn ab kommendem Dienstag die Überquerung des Zauns an der Grenze zu Serbien von einer Ordnungswidrigkeit zur Straftat hochgestuft werde, sei mit der Inhaftierung und schnellen Abschiebung von zahllosen Flüchtlingen zu rechnen.

+++ 11:28 Uhr: Dreyer fühlt sich von Merkel überrumpelt +++

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) will sich der CSU-Kritik an der Flüchtlingspolitik von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) nicht anschließen. Sie fühlt sich von der Entscheidung zur Aufnahme Tausender unregistrierter Flüchtlinge aus Ungarn aber überrumpelt. "Die Kanzlerin hat damals aus humanitären Gründen richtig gehandelt", sagrösket die SPD-Politikerin bei Neustadt an der Weinstraße mit Blick auf Merkels Entscheidung vom vergangenen Wochenende. "Allerdings müssen wir daraus lernen, dass natürlich solche Zusagen nicht gehen ohne eine klare Verabredung mit den Ländern, die letztlich die Flüchtlinge aufnehmen."

+++ 11:19 Uhr: Im ungarischen Auffanglager erinnert die Essensausgabe an eine "Fütterung" +++

Österreichische Aktivisten beklagen einen unmenschlichen Umgang mit Flüchtlingen im größten ungarischen Auffanglager. Sie veröffentlichen ein Video, das zeigt, wie Polizisten in Röszke Tüten mit Brötchen in die wartende Menge werfen. "Es erinnerte an die Fütterung von Tieren in ihrem Gehege, wie Guantanamo in Europa", sagte Klaus Kufner, dessen Mitstreiterin Michaela Spritzendorfer die Essensausgabe in dem Lager am Mittwoch heimlich gefilmt hatte. Auf den Aufnahmen ist zu sehen, wie etwa 150 Flüchtlinge dicht gedrängt in einem umzäunten Bereich warten, um mit Nahrung versorgt zu werden. "Es war unmenschlich, und es spricht für sich, dass sie (die Flüchtlinge) nicht um das Essen geschlagen haben, obwohl sie offensichtlich sehr hungrig waren", erklärte Spritzendorfer. Die Aktivisten waren nach eigenen Angaben nach Röszke gereist, um Lebensmittel, Kleidung und Medikamente an die Flüchtlinge zu verteilen.


+++ 11:08 Uhr: Dänemark will an der EU-Flüchtlingsverteilung nicht teilnehmen +++

Dänemark will sich an der von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker vorgeschlagenen EU-weiten Aufnahme von 160.000 Flüchtlingen aus den besonders betroffenen EU-Staaten nicht beteiligen, meldet die dänische Nachrichtenagentur Ritzau

+++ 11:03 Uhr: Türkei als sicheres Herkunftsland umstritten +++

Unter den EU-Staaten herrscht nach Angaben eines hochrangigen Diplomaten Einigkeit, alle Westbalkanstaaten als sichere Herkunftsländer einzustufen. Bei der Türkei haben viele EU-Länder aber noch Bedenken, sagt er in Brüssel. Größten Streit gebe es um die Verteilung der zusätzlichen 120.000 Flüchtlinge und den permanenten Verteilungsschlüssel. Allerdings sei bei letzterem Bewegung bei vielen EU-Staaten zu erkennen.

+++ 10:58 Uhr: Renzi fordert Ende der Dublin II-Regeln +++

Italiens Ministerpräsident Matteo Renzi verlangt von den übrigen europäischen Ländern mehr Anstrengungen bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise. In einem offenen Brief in der linksliberalen Tageszeitung "La Repubblica" bekräftigt er zugleich seine Forderung, die sogenannte Dublin-II-Regel aufzuheben, wonach sich jenes Mitgliedsland um ein Asylverfahren kümmern muss, in dem ein Asylbewerber zuerst angekommen ist. "Es ist jetzt an der Zeit, die Logik des nationalen Egoismus und damit Dublin zu überwinden", schrieb Renzi. Italien ist wegen seiner südlichen Lage und langen Küsten (7600 Kilometer) Ziel besonders vieler Bootsflüchtlinge und empfindet die Dublin-Regeln daher als ungerecht. Renzi erinnerte daran, dass die italienische Marine und Küstenwache schon seit Jahren tausende Menschenleben im Mittelmeer retten würden.

Ihm komme es aber so vor, als ob erst jetzt alle Länder aufwachen und die Dimension des Problems erkennen würden. "Für uns Italiener war das, wie wenn man einen Film auf dem iPad guckt. Du alleine hast den Kopfhörer auf und siehst und hörst daher alleine, was auf dem Schirm geschieht. Plötzlich zieht dir jemand den Kopfhörer raus, und der ganze Raum ist mit Lärm erfüllt. Aber das hier ist kein Film", schrieb Renzi. 

+++ 10:54 Uhr: Ungarn unterstütz den Bau des Grenzzaunes mit seiner Armee +++

Ungarn kommandiert 3800 Soldaten an die Grenze zu Serbien ab, die dort den Bau des 175 Kilometer langen Grenzzauns beschleunigen sollen. Das sagt der neue Verteidigungsminister Istvan Simicsko am Freitag im ungarischen Privatsender TV2. Erste Aufgabe der Soldaten sei derzeit die Errichtung des Grenzzauns. Täglich müssten weitere zehn Kilometer fertig werden. "An der Grenze brauchen wir eine verstärkte Verteidigung, der Zaun reicht nicht", betont der Minister. Ob die Armee die Grenzschutzpolizei verstärken darf, soll das Parlament am 21. September entscheiden. Der Grenzzaun war bereits am 31. August offiziell für fertiggestellt erklärt worden, tatsächlich steht er aber nur in Teilen in seiner ursprünglich geplanten Form.

+++ 10:18 Uhr: Unterkunft für Flüchtlinge in Thüringen fällt Brandstiftern zum Opfer +++

Unbekannte zünden im thüringischen Gerstungen ein für die Unterbringung von Flüchtlingen bereitgestelltes Wohnhaus an. Die Eigentümerin hatte das leerstehende Haus als Unterkunft angeboten, in der Nacht zum Freitag wurde dann das Feuer gelegt, wie die Gothaer Polizei mitteilt. Die Kriminalpolizei geht von Brandstiftung aus und schließt einen fremdenfeindlichen Hintergrund nicht aus. Nun ermitteln Landeskriminalamt und Staatsschutz. Der Sachschaden wird auf 25 000 Euro geschätzt. Ein Zeuge hatte den Brand in dem Haus bemerkt und die Polizei alarmiert. Verletzt wurde niemand.

+++ 10:12 Uhr: Mehrheit der Bevölkerung für die vereinfachte Einreise aus Ungarn +++

Eine klare Mehrheit der Deutschen unterstützt die Entscheidung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), in Ungarn gestrandeten Flüchtlingen unkompliziert die Einreise nach Deutschland zu gestatten. 66 Prozent der Befragten äußerten sich im ZDF-"Politbarometer" in diesem Sinn. 29 Prozent bezeichnete die Entscheidung Merkels als "falsch". Dabei ist sich eine große Mehrheit bewusst, dass die Einreiseerlaubnis dazu führen kann, dass noch mehr Flüchtlinge nach Deutschland kommen. 85 Prozent äußerten diese Erwartung. Nur zwölf Prozent glauben dies demnach nicht. Generell sagten aber 62 Prozent, dass Deutschland die vielen Flüchtlinge aus Krisengebieten verkraften könne. 35 Prozent sind in diesem Punkt allerdings anderer Ansicht. Auch mit dem Einsatz zusätzlicher finanzieller Mittel zur Bewältigung der Flüchtlingskrise sind die Bundesbürger mehrheitlich einverstanden. 

+++ 09:55 Uhr: EU kann zunächst nur Umverteilung von 40.000 Flüchtlingen beschließen +++

Die EU-Innenminister werden einem EU-Vertreter zufolge am Montag maximal nur einen formalen Beschluss zur Verteilung von 40.000 Flüchtlingen fällen können. Eine Entscheidung zum neuen Vorschlag der EU-Kommission, weitere 120.000 Flüchtlinge zu verteilen, könne erst nach Konsulationen mit dem EU-Parlament erfolgen.

+++ 09:46 Uhr: Die Einwanderung kann nicht mit Entwicklungshilfe bekämpft werden +++

Mehr Entwicklungshilfe taugt nach Ansicht des Entwicklungsökonomen Axel Dreher von der Uni Heidelberg nur sehr bedingt dazu, Fluchtbewegungen zu verhindern. "Letzten Endes ist das Augenwischerei", sagt Dreher im Deutschlandradio Kultur. Dass so viele Flüchtlinge aus Syrien kommen, habe etwas mit "geostrategischen Fehlern" zu tun, darunter auch mit der US-Politik. Dies könne man nicht mit Entwicklungshilfe bekämpfen. "Wenn man mehr Entwicklungshilfe gegeben hätte - an wen denn? An Assad?", fragt sich der Wirtschaftswissenschaftler. Auch bei politisch stabileren Ländern sei mit Entwicklungshilfe in ihrer derzeitigen Form wenig zu erreichen: Jedes Geberland finanziere viele kleine Projekte in den Empfängerländern, hinzu kämen Hunderte von Nichtregierungsorganisationen.

+++ 09:44 Uhr: Mehr als 700 versuchte Übertritte an der türkischen Grenze an einem Tag +++

In der Türkei wollen laut einem Zeitungsbericht immer mehr syrische Flüchtlinge auf dem Landweg nach Deutschland reisen. Die Kontrollen an der türkischen Landesgrenze zu Bulgarien und Griechenland im europäischen Nordwesten des Landes seien verstärkt worden, meldet die regierungsnahe Zeitung "Sabah" am Freitag. Mehr als 700 Flüchtlinge seien innerhalb eines Tages gefasst worden, berichtete die Zeitung unter Berufung auf die Behörden in der Provinz Edirne an der türkischen Grenze zu den EU-Ländern Bulgarien und Griechenland. Der Zeitung zufolge machen unter den syrischen Flüchtlingen in der Türkei Berichte über eine generelle Aufnahmebereitschaft Deutschlands die Runde. Deshalb und wegen der Gefahren einer Überfahrt über die Ägäis nach Griechenland hätten sich viele Syrer nun entschieden, über den Balkan nach Deutschland zu gelangen.

+++ 09:38 Uhr: 7600 Flüchtlinge erreichen in einem Tag Mazedonien +++

Nach Angaben eines Vertreters des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR sind in Mazedonien innerhalb von 24 Stunden bis 18.00 Uhr am morgen etwa 7600 Flüchtlinge und Asylsuchende aus dem benachbarten Griechenland angekommen.

+++ 09:35 Uhr: Österreich schätzt seine Mehrkosten auf eine Milliarden Euro +++

Österreich rechnet durch die Betreuung von Flüchtlingen Medienberichten zufolge mit Zusatzkosten von einer Milliarde Euro. Die "Wiener Zeitung" beruft sich dabei auf eine Schätzung des Außenministeriums, das auch für Integration zuständig ist. Dem "Kurier" zufolge dürften die Mehrkosten kommendes Jahr anfallen. Am Nachmittag trifft die Regierung zu einer Klausur zu dem Thema zusammen.

+++ 08:48 Uhr: DFB stellt mehr Geld für Sportangebote für Flüchtlinge zur Verfügung +++

Der Deutsche Fußballbund (DFB) verdoppelt seine Hilfe für eine Integration von Flüchtlingen bis 2019 auf 1,2 Millionen Euro. Das kündigt DFB-Präsident Wolfgang Niersbach in der ZDF-Sendung "Menschen auf der Flucht - Deutschland hilft!" an. Der Verband hat bisher schon 600 000 Euro für die Kampagne "1:0 für ein Willkommen" bereitgestellt. Die Initiative unterstützt Amateurvereine, Fußballangebote für Flüchtlinge zu schaffen. "Wir stehen absolut für eine positive Integration", sagt Niersbach. "Wir profitieren ja sogar davon." Er erinnert an die Spieler mit Migrationshintergrund aus der Weltmeistermannschaft 2014 wie Mesut Özil, Sami Khedira und Jerome Boateng.

+++ 08:47 Uhr: Österreich stoppt den Flüchtlingsstrom von der ungarischen Autobahn +++

Die österreichische Autobahn A4 im Grenzbereich zu Ungarn ist nach Polizeiangaben gesperrt, weil sich einige Dutzend Flüchtlinge zu Fuß auf den Weg Richtung Wien gemacht hätten. Seit Mitternacht sind dort rund 3500 Menschen angekommen. Am Donnerstag waren es insgesamt rund 8000 Flüchtlinge - für Freitag erwartet die Polizei in Burgenland ähnliche Zahlen

+++ 08:41 Uhr: Röttgen sieht keinen Kontrollverlust +++

Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, Norbert Röttgen (CDU), weist die Kritik des ehemaligen Bundesinnenministers Hans-Peter Friedrich (CSU) zurück, die Bundesregierung habe in der Flüchtlingskrise die Kontrolle verloren. "Ich halte das Verhalten der Regierung und das der Bundeskanzlerin für eine der größten Leistungen, die sie bisher erbracht haben", sagt Röttgen im ARD-"Morgenmagazin". "Hans-Peter Friedrich liegt hier völlig falsch."

+++ 08:12 Uhr Göring-Eckardt prangert Hass-Kommentare an +++

Mit einer ungewöhnlichen Aktion geht die Co-Vorsitzende der Grünen-Fraktion im Bundestag, Katrin Göring-Eckardt, gegen fremdenfeindliche Einträge in sozialen Medien vor. In einem Video-Beitrag verliest Göring-Eckardt Hasskommentare, die an sie gerichtet sind: "Das ist Dreck, der gehört in die Mülltonne", sagte sie dazu. Dieser Dreck spornt sie aber an, sie werde sich nicht klein kriegen lassen. Die Aktion sei stellvertretend auch für viele Flüchtlingshelfer, die sich öffentlich nicht wehren könnten, sagt Göring-Eckardt in dem Youtube-Video. Sie fordert Facebook auf, gegen fremdenfeindliche Einträge vorzugehen und mahnt das Online-Netzwerk: "Sorgt endlich dafür, dass solcher Hass, dass solcher Dreck nicht mehr auf den Seiten von Facebook steht." Solche Einträge müssten gelöscht werden.


+++ 08:12 Uhr: Europa versagt nicht +++

Die rechtsliberale dänische Tageszeitung "Jyllands-Posten" schreibt zum Umgang Europas mit der Flüchtlingssituation: "Man hört in diesen Tagen viel darüber, wie Europa versagt. Europa versagt überhaupt nicht. Europa tut, was es kann, und versucht nach bestem Können, an seinen eigenen, vornehmen Werten festzuhalten. (...) Es gibt einen Grund, weshalb die Flüchtlinge nach Europa wollen. Hier finden sie Demokratie und einen Rechtsstaat, der so beunruhigend abwesend in ihren Heimatländern ist. Hier herrschen Mitmenschlichkeit und Humanismus, während man sich fragen muss, was die steinreichen Golfstaaten beitragen. Welcher andere Kontinent, abgesehen von den USA, würde so entgegenkommend auf einen so massiven Zustrom an Menschen aus fernen Regionen und Kulturen reagieren? Die Fähigkeit zur Selbstkritik ist wohl die europäischste aller europäischen Tugenden. Auch diese wird gerade praktiziert. Oft schießen wir dabei in diesen Tagen übers Ziel hinaus. Das, was wir tun, ist nicht notwendigerweise gut genug. Aber wir tun, was wir können. Hurra für Europa."

+++ 07:57 Uhr: John fordert mehr Engagement in den Lagern rund um Syrien +++

Die Vorsitzende des Paritätischen Wohlfahrtverbandes, Barbara John, spricht sich dafür aus, den Flüchtlingen stärker in den syrischen Nachbarländern zu helfen. Im rbb-Inforadio sagt sie: "Ich stelle mir vor, dass wir in den Regionen, wo es Schutzzonen und Zeltstädte gibt, mit unserer Infrastruktur helfen. Dort herrscht bitteres Elend und da brauchen uns die Flüchtlinge am meisten." Man müsse über derartige Hilfe Übereinkünfte mit der Türkei, Jordanien, dem Libanon und Ägypten treffen. Im Moment herrscht in Deutschland Ratlosigkeit. Aber es werde andere Lösungen geben müssen: "Was wir im Moment machen, ist vielleicht jetzt das einfachste, aber auf lange Sicht die falsche Politik."

+++ 05:59 Uhr: Sicherheitsbehörden sagen Herbstempfang ab +++

Wegen der Herausforderungen durch die wachsende Zahl an Flüchtlingen verzichten die Sicherheitsbehörden des Bundes in einem außergewöhnlichen Schritt auf ihren gemeinsamen Herbstempfang. Die aktuelle Lage "ist eine besondere Herausforderung, der sich die Bundesrepublik Deutschland in allen Bereichen und auf allen Ebenen derzeit gegenüber sieht", teilen das Bundesamt für Verfassungsschutz, das Bundeskriminalamt, der Bundesnachrichtendienst und die Bundespolizei in Berlin mit. Vor diesem Hintergrund sei entschieden worden, von der Veranstaltung für Gäste aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Medien abzusehen.

+++ 05:30 Uhr: 2000 Flüchtlinge wandern über Grenze nach Österreich +++

Mehr als 2000 Flüchtlinge haben in der Nacht die österreichisch-ungarische Grenze bei Nickelsdorf überquert. Bis 04.30 Uhr seien rund 2200 bis 2500 Menschen in dem Grenzort eingetroffen, meldet die österreichische Nachrichtenagentur APA unter Berufung auf die Polizei Burgenland. Weitere würden erwartet. Die Flüchtlinge kamen demnach mit Zügen an und passierten zu Fuß die Grenze. Die österreichische Bahn hatte am Donnerstag den Zugverkehr zwischen Österreich und Ungarn angesichts des Andrangs von Flüchtlingen vorübergehend eingestellt. 

+++ 05:11 Uhr: Söder sieht kulturelle Statik bedroht +++

Bayerns Finanzminister Markus Söder hat erneut eine schärfere Asylpolitik gefordert. "Der Zustrom und die Sogwirkung werden erkennbar immer größer. Das beginnt uns zu überfordern", sagt der CSU-Politiker dem "Münchner Merkur". Die Willkommenskultur und Hilfsbereitschaft der Menschen seien beeindruckend. "Aber die Vernunft sagt, dass das langfristig Folgen haben wird. Wenn in diesem Jahr mehr Menschen zuwandern, als hier geboren werden, wirkt sich das auf die kulturelle Statik einer Gesellschaft aus." Deutschland verändere sich in diesen Tagen "grundlegender, als wir im Moment vermuten".

+++ 05:07 Uhr: Schwesig will Freiwilligendienst für Flüchtlinge öffnen +++ 

Die Hilfe für Flüchtlinge soll nach Vorstellung von Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig künftig auch von Flüchtlingen selbst kommen. Die SPD-Politikerin will dazu den Bundesfreiwilligendienst für Flüchtlinge öffnen. "Menschen, die zu uns kommen, die als Asylbewerber anerkannt sind und eine Arbeitserlaubnis haben, sollten auch Freiwilligendienst machen können. Das ist ein wichtiger Beitrag zur Integration", sagt sie der "Neuen Osnabrücker Zeitung". "Viele Flüchtlinge wollen sich engagieren und mit anpacken. Dieses Potenzial wollen wir nutzen." Die Bundesregierung will die Mittel für den Freiwilligendienst vom kommenden Jahr an so aufstocken, dass 10.000 zusätzliche Helfer eingesetzt werden können.

+++ 04:04 Uhr: Fähren bringen Hunderte Flüchtlinge direkt nach Schweden +++

Nach der vorübergehenden Schließung der Grenze durch Dänemark haben sich Hunderte Flüchtlinge mit Fähren auf den Weg nach Schweden gemacht. Der Bahnverkehr in der deutsch-dänischen Grenzregion bleibt beeinträchtigt, obwohl die Grenze wieder passierbar ist. Bis zum Donnerstagabend gab es noch immer keine Fernzüge auf der Strecke Hamburg-Puttgarden-Rödby-Kopenhagen. Die Züge auf der sogenannten Vogelfluglinie konnten nicht auf die Fähren von Puttgarden nach Rødby, weil die dänische Bahngesellschaft sie der Deutschen Bahn dort nicht abnahm. Eine Bahnsprecherin sagte am Abend, sie rechne damit, dass die Verbindung auch am Freitag zunächst nicht wieder aufgenommen werde. Hunderte Flüchtlinge hatten daher von Kiel und Rostock aus Fähren nach Schweden genommen - ihrem eigentlichen Wunsch-Asylland. 

+++ 03:21 Uhr: DGB fordert mehr Personal für Schulen +++

Kitas und Schulen müssen nach Ansicht der Gewerkschaften mit großen Anstrengungen fit gemacht werden für die Integration von Flüchtlingskindern in Deutschland. Spätestens ab dem nächsten Schuljahr seien mehr Lehrer, Sozialarbeiter und Psychologen nötig, sagt die DGB-Vizechefin Elke Hannack der Deutschen Presse-Agentur. Die Vorsitzende der Bildungsgewerkschaft GEW, Marlis Tepe, erklärt: "In allen Bildungsbereichen müssen schnell Maßnahmen ergriffen werden, um den Flüchtlingen zu helfen und ihnen Zugang zu Bildung von Anfang an zu ermöglichen."

+++ 02:46 Uhr: Serbien besorgt über Ungarns Einwanderungspolitik +++

Die Verschärfung der Einwanderungsregeln in Ungarn ab kommender Woche bringt für das benachbarte Serbien nach Einschätzung von Regierungschef Aleksandar Vucic eine Menge Probleme mit sich. "Viele Probleme werden ab dem 15. September vor uns liegen", sagt Vucic in einem Interview mit dem serbischen Staatsfernsehen RTS. An diesem Tag treten in Ungarn neue Regeln in Kraft, wie etwa die Bestrafung illegaler Grenzübertritte mit bis zu drei Jahren Haft. Vucic erinnert in dem Interview überdies daran, dass der Winter bevorstehe und daher mehr Unterkünfte für Flüchtlinge gebraucht würden. "Wir müssen uns auf diesen Winter vorbereiten. Nach dem 15. September bleiben die Flüchtlinge, die bislang zwischen zwei und drei Tage in Serbien blieben, länger, zwischen fünf und sechs Tagen, und wir müssen auf diese neue Realität vorbereitet sein", mahnt der Regierungschef. Er rief seine Landsleute auf "zu verstehen, dass unser Land absolut nichts verliert", wenn es den Flüchtlingen helfe. Vucic lehnt eine Abschottung gegen den Flüchtlingsandrang ab.

+++ 02:16 Uhr: Friedrich moniert Kontrollverlust bei Zuwanderung +++

Der Zustrom von Flüchtlingen nach Deutschland ist nach Einschätzung des früheren Bundesinnenministers Hans-Peter Friedrich nicht mehr steuerbar. "Wir haben die Kontrolle verloren", sagt der CSU-Politiker der "Passauer Neuen Presse" und verweist auf die Zehntausenden Menschen, die sich unkontrolliert durch Deutschland und Europa bewegen. Die Entscheidung, die Flüchtlinge aus Ungarn unregistriert ins Land zu lassen, sei "eine beispiellose politische Fehlleistung" der Bundesregierung und werde "verheerende Spätfolgen" haben. So könne man nur unzuverlässig abschätzen, wie viele der jetzt kommenden Menschen IS-Kämpfer oder islamistische Schläfer seien. Nach Informationen der "Passauer Neuen Presse" haben Sicherheitsbehörden bereits 29 erwiesene Syrien-Kämpfer unter den Asylbewerbern identifiziert. Täglich gehen Hinweise auf vermeintliche IS-Kämpfer aus den Erstaufnahmeeinrichtungen ein.

+++ 01:16 Uhr: Merkel will flexiblere Betreuung +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) verlangt mehr Flexibilität bei der Betreuung von Flüchtlingen. Man solle "von den üblichen strengen Anforderungen abrücken, um etwa genügend Deutschlehrer für Flüchtlinge zu bekommen", sagt sie der "Rheinischen Post". "Wir müssen improvisieren, vielleicht pensionierte Lehrer und Erzieher reaktivieren oder Studierende einsetzen. Es bringt ja nichts, Menschen unversorgt zu lassen, weil Lehrer noch nicht die allerhöchste Qualifikation haben." Darüber werde der Bund mit den Ländern sprechen.

+++ 00:32 Uhr: Deutsche bleiben gelassen +++

Die meisten Deutschen haben einer Umfrage zufolge weiterhin keine Angst vor zu vielen Flüchtlingen. Die Aufnahme weiterer Flüchtlinge habe die emotionale Haltung der Bürger gegenüber dem Flüchtlingszuzug nicht verändert, wie aus dem veröffentlichten "Deutschlandtrend im ARD-Morgenmagazin" hervorgeht. Die Mehrzahl der Bundesbürger (61 Prozent) empfinde die Zahl der nach Deutschland kommenden Flüchtlinge nicht als Bedrohung. Aus einer Umfrage vor rund einer Woche war hervorgegangen, dass 59 Prozent der Deutschen keine Angst davor hätten, dass zu viele Flüchtlinge ins Land kommen. 81 Prozent der jetzt Befragten erklärten, ihr alltägliches Leben habe sich durch die Zuwanderung gar nicht verändert. 17 Prozent berichten von geringfügigen Veränderungen und zwei Prozent sind der Meinung, dass sich ihr Alltag durch den Flüchtlingszuzug deutlich verändert habe.  

jen/eol / DPA / AFP / Reuters
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