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Anstieg um 83 Prozent: 137.000 Bootsflüchtlinge kamen 2015 nach Europa

Die Zahl der Flüchtlinge steigt dramatisch. Etwa 137.000 Menschen kamen alleine seit Anfang des Jahres über das Mittelmeer nach Europa. Viele verloren bei der Überfahrt ihr Leben.

Ein Flüchtlingsboot ist  vollständig  mit Menschen gefüllt.

Auf engem Raum zusammengepfercht - so fliehen immer mehr Menschen nach Europa. Die meisten entkommen Krieg und Verfolgung.

Rund 137.000 Menschen sind seit Jahresbeginn über das Mittelmeer nach Europa geflohen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sei die Zahl der an den europäischen Küsten eintreffenden Flüchtlinge um 83 Prozent gestiegen, teilte das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) am Mittwoch in Genf mit. 1867 Menschen kamen in diesem Jahr bereits bei der Überfahrt über das Mittelmeer ums Leben, der Großteil von ihnen bei einer Reihe von Schiffskatastrophen im April. Sie kosteten alleine 1308 Menschen das Leben.

Flucht vor Krieg und Verfolgung

"Europa erlebt eine maritime Flüchtlingskrise von historischem Ausmaß", teilte das UNHCR mit. In den warmen Sommermonaten dürfte die Zahl der Flüchtlinge, die die gefährliche Überfahrt über das Meer wagen, überdies weiter steigen. Die meisten der Migranten seien wegen Kriegen, Konflikten und Verfolgung auf der Flucht, hieß es von den Vereinten Nationen. UN-Flüchtlingskommissar António Guterres erklärte, bei den meisten Flüchtlingen handle es sich nicht um Wirtschaftsflüchtlinge: "Angesichts der Debatten in Europa über den besten Umgang mit dieser zunehmenden Krise muss klar sein: Die meisten Menschen, die übers Meer in Europa ankommen, sind Flüchtlinge, die Schutz vor Krieg und Verfolgung suchen."

mma / DPA / AFP