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Flüchtlingskrise: Polizeigewerkschaft fordert Zaun an der deutschen Grenze

Der ungebremste Zustrom an Flüchtlingen stellt die Politik weiter vor Herausforderungen. Jetzt macht sich die deutsche Polizeigewerkschaft für befestigte Grenzanlagen stark, um die Lage besser in den Griff zu bekommen.

Flüchtling blickt sehnsüchtig durch mit Stacheldraht gesichertem Grenzzaun

Der Ton wird rauer: Auch Zäune an den deutschen Außengrenzen werden mittlerweile als Option zur besseren Koordination der Flüchtlingskrise in Erwägung gezogen

Für den Bau eines Zauns an der deutschen Grenze hat sich der Bundesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), Rainer Wendt, ausgesprochen. Wendt sagte der "Welt am Sonntag": "Wenn wir ernst gemeinte Grenzkontrollen durchführen wollen, müssen wir einen Zaun entlang der deutschen Grenze bauen. Ich bin dafür, dass wir das machen."


Er erklärte seine Forderung damit, dass ein Zaun eine Kettenreaktion auslösen soll: "Wenn wir auf diese Weise unsere Grenzen schließen, wird auch Österreich die Grenze zu Slowenien schließen. Genau diesen Effekt brauchen wir."

Die geplanten Transitzonen könne es ohne Zaun nicht geben. Man könne auch das Signal "Kommt alle her" nicht mehr länger senden. Wendt erklärte: "Unsere innere Ordnung ist in Gefahr. Wir stehen vor sozialen Unruhen. Jemand muss jetzt die Notbremse ziehen - das kann nur Angela Merkel sein."

lst/ DPA
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