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Forsa-Umfrage: SPD verliert weiter in der Wählergunst

Sozialdemokraten verlieren weiter in der Wählergunst – 28 Prozent der SPD-Wähler bereuen ihre Stimmabgabe bei der Bundestagswahl

Hamburg - Ein Jahr nach der Bundestagswahl bereut mehr als ein Viertel der SPD-Wähler seine Wahlentscheidung. Das ergab eine Forsa-Umfrage im Auftrag des stern. Demnach bedauern heute 28 Prozent der befragten SPD-Wähler, dass sie im September 2002 für die Sozialdemokraten gestimmt haben. Damit hat die SPD deutlich mehr Anhänger enttäuscht als die übrigen Parteien. Allerdings würden auch 17 Prozent der FDP-Wähler nicht mehr für die Liberalen stimmen. Die Wähler der PDS sind ein Jahr nach der Bundestagswahl ebenfalls enttäuscht, zwölf Prozent bedauern ihre Wahlentscheidung. Weniger Reumütige gibt es dagegen in den Reihen der Grünen und der Union. Nur acht Prozent der Grünen-Wähler und sechs Prozent der Anhänger von CDU und CSU würden heute anders entscheiden. Durchschnittlich bedauern 16 Prozent ihre Stimmabgabe bei der Bundestagswahl.

In der wöchentlichen Umfrage von stern und RTL zur Parteipräferenz hat die SPD weiter verloren. Nur noch 28 Prozent der Befragten stimmten für die SPD, das sind zwei Prozentpunkte weniger als in der Vorwoche. Die SPD erreicht damit das schlechteste Ergebnis seit Beginn des parteiinternen Streits zur Agenda 2010 im Mai dieses Jahres. Ein Plus von einem Prozentpunkt konnte dagegen die Union verzeichnen. 47 Prozent der Befragten würden CDU und CSU wählen, wenn jetzt Bundestagswahl wäre. Unverändert bleiben die Umfragewerte von Grünen und FDP. Wie in der Vorwoche stimmten 11 Prozent der Befragten für die Grünen und sieben Prozent für die Liberalen. Die PDS stagniert bei drei Prozent, die sonstigen Parteien erhielten in dieser Woche einen Punkt mehr und liegen bei vier Prozent der Stimmen.

Zur Feststellung der Parteipräferenz befragte Forsa vom 15. bis 19. September im Auftrag des stern und RTL 2502 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei +/-2,5 Prozentpunkten. Datenbasis für die Umfrage des stern zur Wahlentscheidung 2002: 1002 repräsentativ ausgewählte Bundesbürger am 18. und 19. September, Fehlertoleranz: +/-3 Prozent