Frankfurt Mutmaßlicher Terrorhelfer verhaftet


Der Bundesgerichtshof hat Haftbefehl gegen einen Iraker erlassen. Er soll Gelder an die Terrorgruppe Ansar al Islam weitergeleitet haben, die regelmäßig Anschläge im Irak verübt.

Der Ermittlungsrichter beim Bundesgerichtshof hat Haftbefehl gegen einen jüngst auf dem Frankfurter Flughafen festgenommenen, mutmaßlichen Terrorhelfer aus dem Irak erlassen. Wie die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe mitteilte, handelt es sich um einen 36-Jährigen, dessen Name mit Burhan B. angegeben wird. Er steht im Verdacht, die ausländische terroristische Vereinigung Ansar al Islam von der Bundesrepublik Deutschland aus logistisch und finanziell unterstützt zu haben.

Laut Generalbundesanwältin Monika Harms stand der Beschuldigte in Kontakt zu dem wegen Rädelsführerschaft der Ansar al Islam in München angeklagten Ata A. R. Der Festgenommene wird verdächtig, zwischen November 2003 und Mai 2004 zumindest in drei Fällen Gelder in Höhe von insgesamt 22.000 Euro für Ata A. R. an die Ansar al Islam im Irak weitergeleitet zu haben. Damit habe er die terroristische Vereinigung unterstützt.

Die 2001 im Nordirak gegründete radikal-islamische Ansar al Islam unterhält den Ermittlern zufolge in Westeuropa ein Netzwerk zur Unterstützung ihrer Terroraktivitäten gegen US-Truppen im Irak. Mit den Geldtransfers hat Burhan B. zugleich gegen das Außenwirtschaftsgesetz verstoßen.

Weitere Prozesse wegen der Unterstützung von Ansar al Islam

Dem 36-Jährigen wird unter anderem Unterstützung einer ausländischen terroristischen Vereinigung vorgeworfen, was in Deutschland seit August 2002 strafbar ist. Auf der Grundlage dieses neu geschaffenen Paragrafen 129 b Strafgesetzbuch geht die Bundesanwaltschaft seit einiger Zeit gegen Ansar al Islam vor.

Im Januar war der irakische Kurde Lokman M. als Mitglied der Gruppe in München zu sieben Jahren Haft verurteilt worden - das bundesweit erste Urteil nach Paragraf 129 b. Im Januar und Februar hat die Bundesanwaltschaft zwei weitere Anklagen gegen mutmaßliche Ansar-Terroristen erhoben, denen die Bundesanwaltschaft ebenfalls vorwirft, jahrelang Geld für Anschläge im Irak gesammelt zu haben.

DPA/AP AP DPA

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