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"Die Blaue Partei": Petry macht Parteigründung offiziell: So will sie ihre "Blaue Wende" einläuten

Frauke Petry macht die Gründung ihrer "Blauen Partei" offiziell. Einen Plan für eine "Blaue Wende", die enttäuschte konservative Wähler gewinnen will, hat sie schon skizziert.

Frauke Petry macht Parteigründung offiziell: So will sie ihre "Blaue Wende" einläuten

"Wir werden spätestens 2021 bei der Bundestagswahl sehen, welcher Politik die Wähler ihre Stimme geben", so die Kampfansage Petrys

Die ehemalige AfD-Vorsitzende lässt den Gerüchten über eine Parteigründung jetzt Fakten folgen. In einem Interview mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) kündigte Petry die Gründung von "Die Blaue Partei" an. Begleitend dazu wollen Petry und ihre Mitstreiter ein Bürgerforum "Blaue Wende" ins Leben rufen, "in dem man sich mit und ohne Parteibuch unabhängig von der Farbe engagieren kann". Ab November sollten öffentliche Veranstaltungen angeboten werden, "erst in Sachsen und dann bundesweit", fügte Petry hinzu.

Petry hatte einen Tag nach der Wahl angekündigt, sie wolle der -Bundestagsfraktion nicht angehören. Kurz darauf trat sie aus der Partei aus. Die Politikerin betonte, ihre Mandate im Bundestag und im sächsischen Landtag behalten zu wollen, die sie als AfD-Kandidatin errungen hatte. "Das Mandat, auch wenn es mit Parteimitteln errungen wurde, ist kein Eigentum der Partei. Ein freies Mandat beinhaltet eine Loyalität dem Wähler gegenüber", sagte sie. Mit ihrer neuen Partei will sie enttäuschte konservative Wähler gewinnen, denen die AfD zu weit rechts steht.

Frauke Petry hat bereits die nächste Wahl im Blick

Dem RND sagte Petry: "Blau steht für konservative, aber auch freiheitliche Politik in Deutschland und in Europa. Blau ist die Farbe, die zuerst die CSU in Bayern politisch populär gemacht hat. Daran gilt es bundesweit anzuknüpfen." Petry nimmt bereits die nächste Wahl in den Blick: "Wir werden 2019 bei der Landtagswahl in Sachsen und spätestens 2021 bei der Bundestagswahl sehen, welcher Politik die Wähler ihre Stimme geben", sagte sie.

Nach Angaben des Bundeswahlleiters war "Die Blaue Partei" am 17. September gegründet worden - eine Woche vor der Bundestagswahl. Petry, die in der AfD lange gegen den wachsenden Einfluss des rechtsnationalen Flügel gekämpft hatte, sagte dem RND, der AfD-Parteitag in Köln im vergangenen April sei für sie eine Zäsur gewesen, "weil dort öffentlich sichtbar wurde, dass die Partei dem Narrensaum freie Hand gab". 

fs/DPA/AFP