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G7 in Bayern: Das bleibt vom Gipfeltreffen

Der G7-Gipfel in Elmau ist Geschichte - das verlangt nach sieben Fragen und sieben Antworten: Worum ging's? Was hat's gebracht? Wer braucht so was?

Von Andreas Hoffmann und Jens König, Elmau

Die Teilnehmer des G7-Gipfels treffen sich abschließend zum traditionellen "Familienfoto".

Die Teilnehmer des G7-Gipfels treffen sich abschließend zum traditionellen "Familienfoto".

Personalfragen sind Machtfragen. Deswegen legen wir gleich mit der Gastgeberin los: Ist Angela Merkel nach ihrer Alpenshow mächtiger als Barack Obama? Nun wollen wir mal nicht gleich übertreiben: Barack Obama bleibt der mächtigste Politiker der Welt, der jetzt sogar weiß, wie eine Weißwurst schmeckt und ein Alphorn klingt. Der gemeinsame Auftritt des US-Präsidenten mit der deutschen Kanzlerin im oberbayerischen Dörfchen Krün war zweifellos der inszenatorische Höhepunkt des an Inszenierung ohnehin nicht leidenden G7-Gipfels in Elmau. Aber bei dieser Alpenshow hat Angela Merkel gezeigt, dass sie Obama in Sachen Popularität und Machtinstinkt kaum nachsteht. Sie ist und bleibt die mächtigste deutsche Kanzlerin der Welt: so lange im Amt und so erfahren wie kein anderer Politiker im G7-Zirkus, mit einem besonderen Draht zum Outlaw dieser Runde, dem russischen Präsidenten Wladimir Putin. Das an Politkitsch nicht zu übertreffende Familienfoto dieses Gipfels zeigt acht winkende Männer in dunklen Anzügen - und eine Frau im hellblauen Jackett, mit Raute-Händchen vor dem Bauch. Merkel ist der Blickfang, ein Solitär. Bei ihrer Abschluss-Pressekonferenz am Montagnachmittag stand sie selbstbewusst im Briefing-Room 5 in "ihrem" Schloss Elmau und erklärte den Gipfel zu einem vollen Erfolg. "Es war ein sehr arbeitsintensives, konzentriertes und produktives Treffen, das die Stärke des Formats gezeigt hat." Mit anderen Worten: Ich habe alles richtig gemacht.

Zweitens: Worum ging es beim Gipfel gleich nochmal? Um ein zwangloses Beisammensein der führenden Staats- und Regierungschefs vor schöner Kulisse. Um das Abarbeiten des im Wesentlichen vorher fertiggestellten Kommuniqués. Vor allem die USA wollten aber auch harte politische Themen diskutieren: Wie stoppen wir die russische Invasion wir in der Ukraine? Wie bekämpfen wir wirksamer den Vormarsch des Islamischen Staates im Nahen Osten? Wie retten wir das krisengeschüttelte Griechenland?

Drittens: Und was genau kam beim Gipfel jetzt heraus? Tja, wir wissen nur, was in der Abschlusserklärung steht. Oft heißt es dort: "Wir bekennen uns." Oder: "Wir bekräftigen." Was genau abgelaufen ist, erfahren die Journalisten und die Öffentlichkeit jedoch kaum. Sprecher werfen ihnen Informationshäppchen hin, mit denen sie Interessen verfolgen und manchmal nur verwirren wollen. Nehmen wir die Ukrainekrise. Wie wollen die Staatschefs den Konflikt lösen, wenn der wichtigste Akteur, Wladimir Putin, beim Gipfel fehlt? Also verständigten sich die G7-Chefs darauf, die Sanktionen gegen Russland weiterzuführen, eventuell sogar auszuweiten, falls die Russen in der Ukraine weiter Boden gewinnen sollten. Oder die Terrororganisation "Islamischer Staat". Die Luftangriffe der USA und ihrer Verbündeten stoppen deren Vormarsch in Syrien, Libyen und dem Irak kaum. Um die Islamisten aufzuhalten, müsste man die irakische Armee stärken, einen Regimewechsel in Syrien organisieren oder westliche Bodentruppen schicken. Wird alles eher nicht passieren.

Viertens: Die Griechen haben auch in Elmau genervt, obwohl sie gar nicht dabei waren. Hat das wenigstens was gebracht? Bleiben die Griechen denn jetzt im Euro? Das wissen derzeit nur Wahrsager. Auf dem Gipfel haben Barack Obama, der japanische Regierungschef Shinzo Abe und sein kanadischer Kollege Stephen Harper die Bundeskanzlerin lange ausgefragt, sie hat nüchtern geantwortet und vor allem über die Verhandlungen mit den Griechen berichtet. Am Mittwoch verhandelt sie in Brüssel weiter, dann auch mit dem griechischen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras. Obamas Haltung war widersprüchlich. Die Griechen sollten ihren Staat und ihre Wirtschaft reformieren, ließ er verbreiten - und schärfte den Europäern zugleich ein: Löst endlich euer Problem, schmeißt den Griechen zur Not Geld hinterher. Die Kanzlerin sagte: "Jeder Tag zählt." Puh. Und nun? Ende Juni endet das Hilfsprogramm. Vorher müssten aber noch alle möglichen Institutionen eine mögliche Einigung absegnen: die Eurogruppe, europäische Parlamente, der Bundestag, das Direktorium des Internationalen Währungsfonds. Bis dahin... Ja, die Griechen werden unsere Nerven weiter strapazieren.

Fünftens: Worüber haben sie außer über die majestätischen Berge und den postkartenblauen Himmel noch so geredet? Über Weltwirtschaft, Welthandel, Klimawandel, Frauenförderung, Ebola, Antibiotika-Resistenzen, Schutz der Meere, Terrorismus, Flüchtlinge, soziale Standards. Angela Merkel hätte gern auch noch über Steuern, Finanzmärkte und Nordkorea diskutiert. Stimmt ja, vorher war so viel vom Kampf gegen antibiotikaresistente Bakterien die Rede. Was ist, sechstens, daraus eigentlich geworden? Nicht lachen, das ist ein wichtiges Thema. Werden immer mehr Menschen gegen Antibiotika immun, lassen sich komplizierte Operationen oder Organtransplantationen nicht mehr sicher durchführen. Der Kampf gegen die Resistenzen ist jedoch ziemlich schwierig. Keime dürfen sich nicht weiter verbreiten, Bauern weniger Antibiotika in der Tiermast verwenden - was besonders in den USA beliebt ist. Die G7-Staaten wollen jetzt die Forschung für neue Antibiotika fördern und nationale Aktionspläne durchsetzen. Wie immer: Absichtserklärungen.

Siebtens: Wenn schon nicht Griechenland, ist wenigstens das Weltklima gerettet? Im Kommuniqué ja, sonst eher nicht. Angela Merkel hat Druck gemacht, damit die Klimakonferenz in Paris im Dezember nicht scheitert. Die anderen Staats- und Regierungschefs folgten ihr, wenigstens auf dem Papier. Sie verpflichteten sich, im Kampf gegen die Erderwärmung das sogenannte Zwei-Grad-Ziel einzuhalten. Damit wollen die Staaten erreichen, dass das Weltklima um nicht mehr als zwei Grad Celsius gegenüber der vorindustriellen Zeit steigen soll. Doch die viel wichtigere Aufgabe steht erst noch bevor, und sie wird Jahrzehnte dauern: der vollständige Ausstieg aus dem Zeitalter von Öl, Gas und Kohle. Dafür gibt es einen Begriff, den man sich ab jetzt merken sollte: Dekarbonisierung. Das alles soll bis zum Ende dieses Jahrhunderts gelingen. Ist also noch ein bisschen Zeit.

Zusatzfrage: Was wird von Elmau bleiben?

Bilder fürs Poesiealbum der Kanzlerin. Obama mit Hefeweizen und Weißwurst. Der Gamsbart. Hilflose Demonstranten im Angesicht einer staatlichen Übermacht. 360 Millionen Euro Kosten. Verdammt viel Geld für wenig Ertrag.

Ich bin Freiberufler und werde diskreditiert!
Ich habe als Freiberufler für eine Firma gearbeitet wo bis zur letzten Minute alles super in Ordnung war. Der nächste Auftrag stand für einen Sonntag und der wurde mir ohne Begründung entzogen ohne Angaben von Gründe und das zwölf Stunden vor Antritt. Nun gut Gespräch mit der Leitung hat ergeben das eine leitende Person ein Statement abgeben hat über die Verkaufs Menge bzw Umsatz. Damit muss ich leben an diesem Tag war nicht los. Habe mich dann bei einer anderen Promotion Agentur beworben und heute ein Gespräch gehabt mit Vorführung meiner Kenntnisse. Bei dieser Präsentation wurde die mir zur Seite gestellte BC während dem Gespräch informiert von Mitarbeitern der anderen Agentur das ich nicht zu gebrauchen wäre und sogar sehr unfreundlich meinen Job verrichten. Aus diesem Grund bin ich dann nicht genommen worden. Als ich Zuhause war habe ich die alte Agentur zur Rede gestellt was das für eine Vorgehensweise wäre dort wurde ich von der Leitung mehr oder weniger kalt gestellt mit den Worten das wäre in der Branche normal man könnte nicht dulden mich dort im Store arbeiten zu lassen das wäre nicht gut für die eigene Mannschaft. Also folgender Problem ergibt sich nun. Da ich in Düsseldorf zuhause bin und dort auch meine Tätigkeit ausübe werde ich in allen Stores nun keine Aufträge mehr erhalten wenn es dieser Agentur gestattet ist ohne ein klärendes Gespräch meinen Ruf zu beschädigen. Bitte um Hilfe da meine LebensGrundlage mir gerade dadurch entzogen wird. Ich glaube es hat etwas damit zutun das ich homosexuelle bin und einer Dame das nicht passt.