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Gerhard Schröder wird 70: Vorab-Sause bei Perlhuhn und Schokokuchen

Eigentlich sollte man Geburtstage ja nicht im voraus feiern. Gerhard Schröder lud 250 Wegbegleiter dennoch zu einer zünftigen Vorab-Sause bei Perlhuhnbrust und Schokokuchen.

Von Hans Peter Schütz

Als Gerhard Fritz Kurt Schröder, geb. am 7.April 1944, den Schreiber dieses Textes im Restaurant Sarah Wiener im Hamburger Bahnhof in Berlin-Mitte bei einem SPD-Empfang am Vorabend seines 70. Geburtstages trifft, grinst er so pressefreundlich, wie er es einst zu tun pflegte, zu seinen politischen Hochtagen als SPD-Kanzler. Sein Lächeln geriet zum Grinsen: "Sie sind aber auch nicht mehr der Jüngste!" Die darauf gegebene Antwort schien ihm zu gefallen: "Mit ihren 70 können Sie jetzt endlich mal den Altkanzler geben. Die SPD liebt sogar sie neuerdings ja wieder." Schröders Antwort, von breitflächigem Grinsen begleitet: "Da könn' se lange warten. Den geb' ich nicht!"

Ob das wahr wird? Kaum zu glauben. Denn nur fünf Minuten zuvor hatte der "Altkanzler" den prominenten Gästen seiner Vor-Geburtstagsfete ebenfalls grinsend beteuert: "Die Partei war immer mein Zuhause." Da zuckten bei einigen der zahlreich versammelten Alt-Genossen, die mit ihm Politik gemacht hatten, die Gesichtsfalten schmerzvoll zusammen. Denn Schröder fügte an: "Mein Ehrgeiz geht weiter, über 90 Jahre hinaus."

Von Gabriels Worten beflügelt

Sehr wahrscheinlich war er von den Worten beflügelt, die der SPD-Parteichef Sigmar Gabriel ihm kurz zuvor gewidmet hatte: "Der gute Zustand, lieber Gerd, der deutschen Wirtschaft ist dein Verdienst." Es solle ja noch immer Leute geben, die an Schröders einstiger Agenda 2010 zweifelten. Aber die SPD habe sich fest vorgenommen, so Gabriel weiter, noch die Letzten, notfalls unter Zuhilfenahme von Rotwein, davon zu überzeugen. Schließlich profitiere die SPD noch heute von dieser Politik. Der Applaus auf diese Worte ließ den Hamburger Bahnhof schier erzittern. Erst recht, als er noch hinzufügte: "Ich möchte gerne dazu beitragen, dass das, was Selbstbewusstsein gibt, die Leitlinie der SPD bleibt."

Hat die SPD ihren Schröder jemals in letzter Zeit so geliebt wie in diesem Augenblick? Wohl kaum. Und erst recht ward das SPD-Publikum ihm zugetan, als er für die nächste Jahre seines Lebens auch noch Rainer Maria Rilke zitierte: "Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen, die sich über die Dinge zieh'n. Ich werde den letzten vielleicht nicht vollbringen, aber versuchen will ich ihn." Selbst wenn er sich dabei nicht an jede vorformulierte Linie der SPD halten werde.

Schröder ist dabei, die Herzen der Partei erneut zu erobern

Aber zu dieser Sekunde hatten einige seiner Zuhörer womöglich noch an Schröders Eingangsstatement zu kauen. Wie war das, mit dem Ehrgeiz, der weit über 90 Jahre hinausgeht? Hatte er damit etwa angekündigt, sich doch in die Fußspuren des amtierenden Altkanzlers Helmut Schmidt zu stellen, der der SPD zuweilen immer noch deutlich sagt, wohin sie sich bewegen sollte? Es könnte durchaus sein. Helmut Schmidt ist schließlich einst der Mann gewesen, der Schröder den letzten Anschub gegeben hat, in die SPD einzutreten. Und nie habe er, so fügt Schröder später in kleiner Runde hinzu, "die Hand gegen Helmut Schmidt gehoben." Und auch die genetische Erbmasse stimmt für eine solche politische Zukunft – Schröders Mutter ist 99 Jahre alt geworden.

In der SPD war an diesem Abend zu erkennen, dass Gerhard Schröder wieder voll dabei ist, die Herzen seiner Partei erneut zu erobern. Hatte nicht derselbe Sigmar Gabriel, der ihn jetzt so hoch lobte, noch vor Kurzem in einem Interview gemosert, die Agenda 2010 passe "nicht zu den Genen der SPD"? Und genau diesem Schröder hat jetzt sogar die amtierende Kanzlerin Angela Merkel, bescheinigt, seine Reformen hätten einst den deutschen Sozialstaat modernisiert und überlebensfähig gemacht.

Wo war Doris?

Auch außenpolitisch gab es Zustimmung zu hören für einen Schröder, der die Bundesrepublik einst aus dem Irak-Krieg herausgehalten hat. "Bleiben Sie bei ihrer außenpolitischen Linie", riet ihm an diesem Abend ein enger Partner aus jenen hektischen Regierungstagen. Das Wort vom "lupenreinen Demokraten" über seinen Duzfreund Wladimir Putin wurde Schröder im Zusammenhang mit der Ukraine-Krise jedenfalls mit keinem Wörtchen vorgehalten. Der elder statesman Helmut Schmidt befindet sich ja ebenfalls auf dieser Spur. Was jedoch nur wenige in der SPD laut zu sagen wagen.

Hubertus Heil, nach Schröders Niederlage gegen Angela Merkel bis 2009 SPD-Generalsekretär, beantwortete die Frage nach dem Altkanzler Schröder eindeutig: "Er soll so bleiben, wie er ist!" Auch Sigmar Gabriel scheint mit einem seiner Vorgänger an der Spitze der SPD keine Probleme zu haben. " Es ist mit eine große Ehre einen der bedeutendsten Sozialdemokraten zu würdigen."

250 Gäste, vor allem politische Prominenz von gestern, gab sich die Ehre. Bei Ratatouille-Salat, Perhuhn und Schokokuchen plauderten sie bis Mitternacht über die guten alten politischen Zeiten. Was auffiel: Schröder wurde nicht von seiner Ehefrau Doris Schröder-Köpft begleitet. Und noch etwas: Der Schröder, der jahrelang die Präsidenten des Bundestags damit provoziert hatte, dass er bei seinen Reden im Parlament keine Krawatte trug, war an seinem Ehrenabend nicht "oben ohne." Dennoch gingen die Gäste dieses Vorgeburtstages mit einer gemeinsamen Erkenntnis nach Hause: Wir schön wäre es, wenn die SPD endlich wieder etwas mehr Gerhard Schröder hätte.

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(