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Gesundheitsministerium FDP erwägt Zuverdienst für Ärzte

Ärzte als Verkäufer von Fitnesskursen? Nach den Wünschen des FDP-geführten Bundesgesundheitsministeriums könnte das bald Alltag werden. Ärzte könnten zusätzliche einnahmen erzielen und Prävention verschiedener Zivilisationskrankheiten verbessert werden. Wäre da nicht die CSU.

Im von Daniel Bahr (FDP) geführten Bundesgesundheitsministerium gibt es nach einem Zeitungsbericht Überlegungen, Ärzten ein Zusatzeinkommen zu verschaffen. Das gehe aus dem Konzept des Ministeriums für eine Präventionsstrategie hervor, berichtet die "Berliner Zeitung", der das Papier vorliegt. Darin werde unter anderem vorgeschlagen, dass Mediziner Patienten künftig über Präventionskurse beraten und derartige Angebote auch vermitteln sollen - gegen eine Extra-Honorierung. Dabei handele es sich zum Beispiel um Rückenschulen, Nordic-Walking- oder auch Yoga-Kurse. In der Union stießen die Vorschläge dem Bericht zufolge auf Kritik.

Ein Ministeriumssprecher sagte auf Nachfrage lediglich, das Konzept werde gerade erarbeitet, darüber werde in der Koalition noch beraten. "Prävention ist vielgestaltig, hat viele Themen und viele Träger. Es ist grundsätzlich sinnvoll, Ärzte in Präventionsmaßnahmen einzubinden."

Unionskreise zitierte die Zeitung mit der Kritik, das Ministeriumskonzept sei sehr "ärztelastig". Es sei unnötig, den Ärzten mehr Geld zu geben. Nach Informationen des Blattes setzt die Union bei ihrem Konzept im Gegensatz zur FDP auf ein neues Gremium, um die Prävention zu fördern. Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Johannes Singhammer (CSU) sagte, in einem Nationalen Rat für Prävention und Gesundheitsförderung sollten Vertreter des Bundes, der Länder, von Kommunen, Kassen, Ärzten und Arbeitgebern gemeinsam Ziele definieren und eine Strategie zur Umsetzung entwickeln.

ono/DPA DPA

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