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Hamburger Schanzenpark: Mit Kampfsportlern gegen Drogendealer: CDU-Politiker gründet Bürgerwehr

Seit Jahrzehnten wird in vielen deutschen Großstädten ganz offen auf der Straße mit Drogen gedealt. Die Polizei müht sich, bekommt das Problem aber nicht in den Griff. Nun sorgt ein Hamburger CDU-Politiker mit einem Vorhaben für Diskussionen.

Eine Drogenübergabe. In Hamburg wird teilweise ganz offen mit Drogen gedealt.

In Park des Hamburger Stadtteils Sternschanze wird in Parks offen mit Drogen gedealt (Symbolbild)

Picture Alliance

Seit Jahren floriert der Drogenhandel im Hamburger Stadtteil Sternschanze. Zwei Hauptpunkte gibt es in der Schanze für das Dealen von hauptsächlich Cannabis: der Schanzenpark direkt an der U- und S-Bahnstation Sternschanze und der Flora-Park direkt neben dem linken Kulturhaus "Rote Flora". Fast rund um die Uhr stehen in den Parks überwiegend Schwarzafrikaner und verkaufen in kleine Plastiktütchen abgepackte Rauschmittel. Die Polizei geht seit Jahren gegen die Drogendealer vor. Geändert hat das an dem mehr oder minder offenen Drogenhandel im Schanzenviertel wenig.

CDU-Politiker Christian Abel gründet Bürgerwehr

Deshalb greift der Hamburger CDU-Politiker und Rechtsanwalt Christian Abel nun zu drastischen Mitteln. Er will im Hamburger Schanzenpark eine Bürgerwehr aus Kampfsportlern patrouillieren lassen. Wie das "Hamburger Abendblatt" berichtet, hat Abel bereits eine von ihm geleitete Gruppe von 32 Freiwilligen – darunter Kickboxer sowie Karate- und Judosportler – um sich versammelt. Geht es nach dem CDU-Politiker, werden die selbsternannten Ordnungshüter schon kommende Woche mit Hunden auf Streife gehen. So will die Bürgerwehr den illegalen Drogenhandel im Schanzenpark eindämmen. Abel beruft sich dabei auf das "Jedermannsrecht", das jedem Bürger erlaubt, Verdächtige einer Straftat zur Identitätsfeststellung festzuhalten.

Die Bürgerwehr soll, so plant der CDU-Politiker, in Gruppen von vier Personen in dem Park patrouillieren – hauptsächlich zu den Zeiten, zu denen die meisten Drogen gehandelt werden: abends und am Wochenende. Das dürfte Cannabis-Verkäufer nicht besonders freuen. Deshalb sei man auf Gegenwehr der Drogendealer eingestellt. Dem "Hamburger Abendblatt" erklärte Abel: "Sie (die Freiwilligen in der Bürgerwehr; Anm. d. Red.) wissen, was sie zu tun haben und können auch auf einen Messerangriff angemessen reagieren."

Polizei Hamburg: "Gedankenspielen einer 'privaten Streife' treten wir klar entgegen"

Die Polizei Hamburg zeigt sich unterdessen wenig begeistert von der geplanten Bürgerwehr. Polizeisprecher Tim Zill dazu: "Gedankenspielen einer 'privaten Streife' treten wir klar entgegen: Im öffentlichen Raum ist die Polizei die alleinige Institution, die Recht und Gesetz durchsetzen kann." Dass die Polizei in Bezug auf den florierenden Drogenhandel machtlos sei, sieht Zill anders. Man hätte im Zeitraum April bis Juli 2018 täglich fast 70 Beamte der "Task Force Drogen" eingesetzt und über 500 Personen kontrolliert. Doch zur Wahrheit gehört auch, dass die Drogendealer in den allermeisten Fällen sehr gut organisiert sind und die zu verkaufenden Drogen nur selten in großen Mengen am Körper tragen. Zudem wird der Handel von Cannabis in kleinen Mengen in Deutschland verhältnismäßig milde bestraft. Die Großdealer dingfest zu machen, die die Straßen- beziehungsweise Parkdealer mit Stoff versorgten, müsste eigentliches Ziel der mühsamen Polizeiarbeit im Drogenmilieu sein.

Drogenhandel in Parks: Cannabis-Legalisierung als Ausweg?

Seit Jahren wird deshalb über eine Lockerung der deutschen Drogengesetze nachgedacht. Immer häufiger werden in letzter Zeit Stimmen für eine Cannabis-Legalisierung laut. Ob das für den Hamburger CDU-Politiker Abel auch eine sinnvolle Maßnahme sei, um Drogendealer aus dem Schanzenviertel zu verbannen, ist unklar. Weder telefonisch noch über Mail war Christian Abel am Vormittag für Nachfragen des stern erreichbar.

hh
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.