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Medienberichte: Maaßen rudert zurück: Video von Chemnitz ist doch echt

Verfassungsschutz-Chef Maaßen hat den Bericht über seine Äußerungen zur Gewalt in Chemnitz und das angeblich gefälschte Video der Bundesregierung vorgelegt. Medienberichten zufolge soll Maaßen eingeräumt haben, falsch verstanden worden zu sein.

Kritik an Verfassungsschutz-Chef: Maaßen legt Regierung Bericht zu seinen Chemnitz-Aussagen vor

Nach seinen umstrittenen Äußerungen zur Dimension rechtsextremer Übergriffe in hat Verfassungsschutz-Chef Hans-Georg Maaßen die Gründe für seine Einschätzung vorgelegt. Allerdings ist sein Bericht bislang nur der Bundesregierung und nicht der Öffentlichkeit zugänglich. Doch laut einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung", der ein Schreiben Maaßens an Bundesinnenminister Horst Seehofer vorliegt, erklärte der oberste Verfassungsschützer nun, dass das von ihm in seiner Echtheit angezweifelte Video echt sei, er sei bei seinem Aussagen in der "Bild"-Zeitung lediglich falsch verstanden worden, schreibt die Zeitung. Der "Spiegel" berichtet, Maaßen habe nur die vorschnelle Verbreitung des Videos in den Medien kritisieren wollen.

Wie sich Maaßen zu dem Streit über den Begriff "Hetzjagd" verhält, ist noch nicht bekannt. In dem Interview mit der "Bild" hatte Maaßen gesagt, es lägen seinem Amt keine belastbaren Informationen darüber vor, dass in Chemnitz nach dem gewaltsamen Tod eines Deutschen vor zwei Wochen "Hetzjagden" auf Ausländer stattgefunden hätten. Damit widersprach er Bundeskanzlerin Angela Merkel ( ) und Seibert.

SPD, Grüne und Linke fordern Maaßens Rücktritt

Die Äußerungen von Maaßen riefen parteiübergreifend scharfe Kritik hervor.  -Chefin Andrea Nahles hält seine Ablösung für unausweichlich, sofern dieser keine klaren Belege vorlegt. "Sollte er dazu nicht in der Lage sein, dann ist er in seinem Amt nicht länger tragbar", sagte sie. Linke, FDP und Grüne im Bundestag forderten ebenfalls Maaßens Entlassung, falls er keine hinreichenden Belege liefere.

Auch aus der CDU ist ein verschärfter Ton zu hören. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) kritisierte Maaßen offen. "Verfassungsschützer sollen Verfassungsfeinde beobachten und nicht der "Bild"-Zeitung Interviews geben", sagte Laschet, der auch CDU-Bundesvize ist, am Montagabend beim Düsseldorfer "Ständehaus"-Treff der "Rheinischen Post". Auf die Frage von "RP"-Chefredakteur Michael Bröcker zur Zukunft von Maaßen sagte Laschet: "Das wird die Bundesregierung beantworten müssen, wie sie damit umgeht." 

Auch wenn es auf den ersten Blick so aussieht: Der "Feine Sahne Fischfilet"-Sänger hat in Chemnitz nicht den Hitlergruß gezeigt
tis mit DPA