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Hartz-IV-Empfänger: Kommunen wollen mehr Geld vom Bund

Die deutschen Städte und Gemeinden schlagen Alarm. Sie klagen über sinkende Einnahmen und steigende Ausgaben. Vor allem für die Unterkunftskosten von Hartz-IV-Beziehern fordern sie deutlich mehr Geld.

Die Kommunen fordern angesichts wachsender finanzieller Probleme eine stärkere Beteiligung des Bundes an den Hartz-IV-Kosten. Akuten Regelungsbedarf für die künftige Bundesregierung gebe es vor allem bei den Unterkunftskosten der Hartz-IV-Bezieher, sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg, dem "Handelsblatt".

Städte befürchten Mehrkosten in Milliardenhöhe

"Der Bund muss seinen Anteil deutlich aufstocken", verlangte Landsberg. "Es ist schlicht nicht tragbar, dass die Kommunen von zwei Seiten in die Zange genommen werden: von wegbrechenden Steuereinnahmen und von explodierenden Sozialkosten".

Nach Landsbergs Worten drohen die kommunalen Sozialausgaben bis zum nächsten Jahr auf 42 Milliarden Euro anzusteigen. Im vergangenen Jahr lagen die Kosten noch bei 38,5 Milliarden Euro. Auch die Präsidentin des Deutschen Städtetags, Frankfurts Oberbürgermeisterin Petra Roth, fordert deutlich mehr Geld vom Bund "sehr bald nach der Bundestagswahl".

DPA/Reuters / DPA / Reuters
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