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Henrico Frank: "Er hat seine Probleme erkannt"

Keines der Angebote von SPD-Chef Kurt Beck nahm der Arbeitslose Henrico Frank an - und wurde mit einer Kürzung seines Arbeitslosengeldes abgestraft. Inzwischen sei Frank aber "auf dem richtigen Weg", teilte ein Betreuer des Amtes für soziale Arbeit mit.

Der durch seine Auseinandersetzung mit SPD-Chef Kurt Beck bekannt gewordene Wiesbadener Arbeitslose Henrico Frank ist nach Überzeugung seiner Betreuer auf dem richtigen Weg. "Herr Frank hat nach unserem Eindruck inzwischen erkannt, wo seine primären Probleme liegen, und geht sie jetzt, seiner Eingliederungsvereinbarung entsprechend, an", sagte Abteilungsleiter Wolfgang Werner vom Amt für soziale Arbeit in Wiesbaden in der Wochenzeitung "Die Zeit".

Frank war in die Schlagzeilen geraten, nachdem er den rheinland- pfälzischen Ministerpräsidenten Beck bei einer Wahlkampfveranstaltung in Wiesbaden für seine Arbeitslosigkeit verantwortlich gemacht hatte. Beck hatte Frank daraufhin gesagt: "Wenn Sie sich waschen und rasieren, finden Sie auch einen Job."

Die dreimonatige Kürzung des Arbeitslosengeldes für Frank sieht Werner nicht als weitere Eskalation. Ab 1. Februar erhält Frank nur noch 241,50 Euro im Monat statt des vollen Hartz-IV-Regelsatzes von 345 Euro. Die Kürzung gilt für drei Monate. Das Amt hat sie verhängt, weil sich Frank nach Auffassung der Behörde nicht ernsthaft bemüht hat, eine der ihm angebotenen Stellen zu bekommen.

DPA / DPA