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Kabinettsbeschluss: Ehemalige DDR-Heimkinder bekommen mehr Geld

Ihr Schicksal wurde lange vernachlässigt: Ehemals in Heimen der DDR Untergebrachte leiden bis heute unter Folgeschäden. Nun hat die Regierung eine Aufstockung der Hilfen beschlossen.

Kinder-Betreuungsheim in Bad Berka (Thüringen) im November 1960. Das Bundeskabinett stockt die Zuwendungen für ehemalige DDR-Heimkinder auf. Foto: dpa/Archiv

Kinder-Betreuungsheim in Bad Berka (Thüringen) im November 1960. Das Bundeskabinett stockt die Zuwendungen für ehemalige DDR-Heimkinder auf. Foto: dpa/Archiv

Die Bundesregierung hat die staatlichen Hilfen für ehemalige DDR-Heimkinder ausgebaut und verlängert. Das Kabinett beschloss eine Aufstockung der Mittel auf bis zu 364 Millionen Euro. Mit dem Geld soll Betroffenen bei der Bewältigung der Folgeschäden geholfen werden.

In der DDR waren zwischen 1949 und 1990 knapp 500.000 Kinder und Jugendliche in Heimen untergebracht, darunter etwa 135.000 in Spezialeinrichtungen, die für besonders grausame Methoden der "Umerziehung" bekannt waren.

Bis September 2014 wandten sich rund 27.500 Betroffene mit der Bitte um Unterstützung an den 2012 geschaffenen Fonds. Dadurch war die Aufstockung der Mittel notwendig geworden. Sie gilt zunächst bis 2018. Die Kosten teilen sich Bund und ostdeutsche Länder. Auch für ehemalige Heimkinder aus den westdeutschen Bundesländern gibt es einen Hilfsfonds.

she/DPA / DPA
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