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Katastrophe bei der Loveparade: NRW-Innenminister gibt Veranstalter die Schuld

Der nordrhein-westfälische Innenminister Ralf Jäger hat das mangelhafte Sicherheitskonzept des Veranstalters für die Katastrophe bei der Loveparade verantwortlich gemacht. Ursächlich für die Massenpanik mit 21 Toten und mehreren hundert Verletzten sei aus seiner Sicht das Sicherheitskonzept.

Der nordrhein-westfälische Innenminister Ralf Jäger hat das mangelhafte Sicherheitskonzept des Veranstalters für die Katastrophe bei der Loveparade verantwortlich gemacht. Ursächlich für die Massenpanik mit 21 Toten und mehreren hundert Verletzten sei aus seiner Sicht das Sicherheitskonzept, das "zu keiner Zeit funktioniert hat und zu einem bestimmten Zeitpunkt völlig zusammengebrochen ist", sagte der SPD-Politiker am Mittwochabend im ZDF-"heute journal". Ohne die Hilfe der Polizei hätte es noch mehr Opfer gegeben.

"Da hat wenig geklappt an dem Tag, und als alles schon aus dem Ruder gelaufen war, wurde die Polizei gerufen", nahm Jäger die Polizei gegen Kritik in Schutz. Diese sei zuständig für die Sicherung des Stadtgebiets gewesen, wo sich an diesem Tag doppelt so viele Menschen wie sonst aufgehalten hätten.

Ob die Loveparade überhaupt hätte genehmigt werden dürfen, würden die Untersuchungen der Staatsanwaltschaft zeigen, sagte der Minister. Der Druck, unter dem die Stadt gestanden habe, dass das Ereignis stattfinden müsse, würde erklären, warum die Verwaltung nicht "mit der nötigen Sorgfalt" an die Sache herangegangen sei, um eine Blamage zu vermeiden. Sehr viele Menschen hätten die Veranstaltung gewollt, die ein Glanzstück für Duisburg und das Ruhrgebiet habe werden sollen. "Dass man das will, entschuldigt aber nicht, dass die Sicherheit der Menschen hintangestellt worden ist bei der Planung und Durchführung", betonte Jäger.

APN / APN