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Kommunalwahlen in Thüringen CDU behauptet starke Stellung


Bei der Kommunalwahl in Thüringen hat die CDU ihre Führungsposition klar verteidigt und bleibt mit einem komfortablen Abstand stärkste Kraft. Positiv fiel die hohe Wahlbeteiligung auf.

Bei den Landrats- und Oberbürgermeisterwahlen in Thüringen hat die CDU ihre starke Stellung behauptet. Nach Auszählung von fast allen der 2931 Stimmbezirken lag die Union am Sonntagabend klar vor SPD und Linken. Kurz vor Ende der Auszählung am Sonntagabend kam die CDU auf 33,8 Prozent der Stimmen. Die SPD erreichte 23,8 Prozent, die Linke 15,2 Prozent.

Damit haben alle drei zum Teil deutlich Stimmen an Bewerber verloren, die nicht von einer einzelnen Partei vorgeschlagen wurden. Die Wahlbeteiligung lag nach dem Zwischenstand mit 46,5 Prozent so hoch wie noch nie bei der Entscheidung über die Landräte und Oberbürgermeister in Thüringen. 2006 waren es 42,3 Prozent.

Zu den Verlierern der Wahl gehörte Eisenachs SPD-Oberbürgermeister Matthias Doht, der sein Amt abgeben muss. In die Stichwahl in zwei Wochen schafften es dort die Kandidaten von CDU und Linken, Raymond Walk und Katja Wolf. Ein zweiter Wahlgang ist am 6. Mai unter anderem auch in den kreisfreien Städten Weimar, Gera und Jena nötig. Einen Sieg im ersten Wahlgang schafften in Erfurt Oberbürgermeister Andreas Bausewein (SPD), in Suhl der parteilose Amtsinhaber Jens Triebel, und in Gotha Oberbürgermeister Knut Kreuch (SPD).

Lieberknecht: CDU ist "stärkste Partei im ländlichen Raum"

Die CDU-Landesvorsitzende und Regierungschefin Christine Lieberknecht bezeichnete ihre Partei "als führende kommunale Kraft". "Es gibt keine Partei, die stärker ist im ländlichen Raum." Sie rechne nicht damit, dass die Wahlergebnisse Auswirkungen auf die Arbeit der schwarz-roten Koalition in Erfurt haben werden. Die Regierung arbeite stabil. Der SPD-Vorsitzende Christoph Matschie äußerte sich zufrieden. "Die SPD hat im Gegensatz zur CDU ihren Stimmenanteil im Vergleich zu 2006 gehalten", sagte er der Nachrichtenagentur dpa.

Bei den Kommunalwahlen waren etwa 1,8 Millionen Thüringer wahlberechtigt. Entschieden wurde über 16 Landräte, die Oberbürgermeister der sechs kreisfreien Städte sowie 88 hauptamtliche und 32 ehrenamtliche Bürgermeister. 2006 waren bei den Landrats- und Oberbürgermeisterwahlen auf die CDU-Kandidaten 41,4 Prozent der Stimmen entfallen. Die SPD-Bewerber erhielten 25,7 Prozent und die der Linken 17,8 Prozent.

jwi/DPA DPA

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