VG-Wort Pixel

Kundgebungen in Leipzig NPD darf demonstrieren - Gegner auch

Sie wollten vor das Völkerschlachtdenkmal. Den historischen Ort im Südosten Leipzigs. Vier Tage kämpften die Truppen der Preußen, Russen, Österreicher und Schweden hier gegen Napoleon. Rechtsextreme wollten diesen Ort schon mehrfach zum Demonstrieren misbrauchen. Zumindest das hat ein Gericht heute verhindert.

Anhänger der rechtsextremen NPD dürfen sich an diesem Samstag in Leipzig treffen. Das Leipziger Verwaltungsgericht hob am Freitagnachmittag ein Verbot der Stadt auf. Allerdings ist das geschichtsträchtige Völkerschlachtdenkmal tabu, das immer wieder Aufmarsch-Ort für rechte Demonstrationen war. Die Richter verlegten den Kundgebungsort auf die Ostseite des Hauptbahnhofs und verkürzten die Veranstaltungsdauer um zwei Stunden. Die NPD will gegen diese Entscheidung keine Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht einlegen.

Das Gericht genehmigte ebenfalls die zunächst verbotene Verdi-Gegenkundgebung. Die Gewerkschaft darf nun in Reichweite zur NPD protestieren. Die Stadt Leipzig hatte außer den NPD-Aufmarsch sämtliche Protestveranstaltungen des Aktionsbündnisses "Leipzig nimmt Platz" untersagt.

ono/DPA DPA

Mehr zum Thema



Newsticker