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Landtagswahl 2008: CSU-Spitze will klares Votum für Stoiber

Edmund Stoiber soll bei der bayrischen Landtagswahl 2008 ein weiteres Mal als Zugpferd der CSU ins Rennen gehen. Echte Alternativen könne die Partei nicht bieten, glaubt CSU-Landtagsfraktionschef Joachim Herrmann.

Nach der "Spitzelaffäre" um die Fürther Landrätin Gabriele Pauli soll Ministerpräsident Edmund Stoiber vorzeitig zum CSU-Spitzenkandidaten bei der Landtagswahl 2008 gekürt werden. CSU-Landtagsfraktionschef Joachim Herrmann strebt bei der Winterklausur der Fraktion in Wildbad Kreuth vom 15. bis 18. Januar ein klares Votum für Stoiber an. Es gebe keine echte Alternative zur erfolgreichen Politik Stoibers und der CSU-Fraktion, schrieb Hermann in einem Brief an alle CSU-Abgeordneten.

Zeichen der Geschlossenheit

Damit will die CSU die von Pauli losgetretene Debatte um Stoiber beenden. Die 49-Jährige Pauli hat nun mit ihrer Forderung nach einer Entscheidung der CSU-Basis über die Spitzenkandidatur 2008 das Gegenteil ihrer Absichten erreicht. "Von unserer Klausurtagung in Wildbad Kreuth muss ein klares Zeichen der Geschlossenheit und Entschlossenheit ausgehen", schrieb Herrmann an seine Kollegen.

"Wahlen in den Blick nehmen"

Es gelte bereits jetzt, die Wahlen des Jahres 2008 in den Blick zu nehmen. "Meines Erachtens liegt es nahe, dass wir deshalb in Kreuth auch bereits ein eindeutiges Votum dafür abgeben, dass Edmund Stoiber als amtierender Ministerpräsident auch erneut der Spitzenkandidat für die nächste Landtagswahl sein wird", betont der CSU-Landtagsfraktionschef in seinem Schreiben.

Pauli ihrerseits verlangte von Stoiber, die Glaubwürdigkeit der CSU wiederherzustellen. Die "Spitzelaffäre" sei noch lange nicht aufgearbeitet. "Herr Stoiber muss dafür sorgen, dass die Affäre lückenlos aufgeklärt wird", sagte die 49-jährige.

DPA / DPA