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Linkspartei: Lafontaine hat Krebs-OP gut überstanden

Linksparteichef Oskar Lafontaine geht es nach Angaben seiner Partei den Umständen entsprechend gut. Der 66-Jährige befindet sich weiterhin in ärztlicher Behandlung. Wer die Partei in Zukunft leiten wird und ob Lafontaine ins politische Leben zurückkehrt, ist ungewiss.

Die Linkspartei kann wieder auftamen. Oskar Lafontaine hat seine Krebsoperation nach Angaben seiner Partei gut überstanden. "Der Eingriff verlief erfolgreich", teilte ein Sprecher der Linken in Berlin mit.

"Ihm geht es den Umständen entsprechend gut." Der Heilungs- und Genesungsprozess entspreche den Erwartungen der behandelnden Ärzte. Der 66-jährige Linkspartei-Politiker war am Donnerstag im saarländischen Homburg wegen einer Prostatakrebs-Erkrankung operiert worden.

Zukunft Lafontaines in der Partei weiterhin ungewiss

Die überraschende Nachricht von der Krebserkrankung hatte innerhalb der Linkspartei zu einer Verschärfung der Debatte um mögliche Nachfolger für Lafontaine geführt. So hatte der thüringische Linken-Fraktionschef Bodo Ramelow seine Partei aufgerufen, sich im kommenden Jahr gezielt auf die Zeit nach einem Ausscheiden von Lafontaine vorzubereiten. "Es muss ohne Lafontaine gehen", sagte Ramelow.

Lafontaine hatte seine Krebserkrankung am Dienstag selbst öffentlich gemacht. Nach überstandener Operation werde er zum Jahresbeginn unter Berücksichtigung seines Gesundheitszustandes und der ärztlichen Prognosen darüber entscheiden, in welcher Form er seine politische Arbeit weiterführe, hatte er erklärt. Nach unbestätigten Medienberichten leidet der Linken-Chef an Prostatakrebs.

Ein Sprecher der Linken bat darum, Lafontaine und seine Ehefrau Christa Müller, von jeglichen Presseanfragen Abstand zu nehmen, um sich ganz auf die notwendigen Schritte für eine vollständige Genesung konzentrieren zu können.

dis/AP / AP