Medienbericht Comeback für Seehofer und Fröhlich?

Die "Bunte" will wissen, dass CSU-Chef Horst Seehofer und seine ehemalige Geliebte Anette Fröhlich wieder engen Kontakt haben - und spekuliert über eine zweite Schwangerschaft Fröhlichs. Eine Bestätigung gibt es dafür nicht, aber einen klugen Konter der "Verdächtigen".
Von Hans Peter Schütz

Die "Bunte" machte aus der Jungvater-Rolle von Horst Seehofer eine doppelseitige "Enthüllung." Rückte ein Foto von der jetzt zweijährigen Seehofer-Tochter Anna-Felicia groß ins Blatt. Den Kinderwagen neben ihr schiebt ihre Mutter Anette Fröhlich. Und umrandet wird die Story "Das stille Familien-Glück in Haus Nr. 13" mit Paparazzi-Fotos an der Türe der Berliner Zwei-Zimmer-Wohnung des CSU-Chefs.

Der Kern der Spekulation über ein Comeback der Beziehung zwischen dem bayerischen Ministerpräsidenten und der Büroleiterin des CDU-Bundestagsabgeordneten Laurenz Meyer wird mit dem Satz beschrieben: "Der Ministerpräsident hängt offenbar mehr an seiner süßen unehelichen Tochter und ihrer Mutter, als die Öffentlichkeit ahnt."

Ein stolzer Vater

Das allerdings ist in Berlin schon seit Monaten bekannt. Als etwa stern.de vor einem viertel Jahr Anette Fröhlich am Rande einer politisch-gesellschaftlichen Veranstaltung traf und mit ihr plauderte, zückte sie alsbald Fotos ihrer Tochter und strahlte: "Sie ist dem Papa wie aus dem Gesicht geschnitten. Das sagt er selbst, wenn er sie besucht." Und ein stolzer Vater sei er auch, einer, der sich sehr wohl um die Beziehung zu seiner Tochter kümmere. Mehr hat sie über die Beziehung auch an anderer Stelle nie gesagt.

Was in Berlin indessen seit mindestens acht Wochen in Journalisten- und Politikerkreisen allenthalben intensiv getrascht wurde, hat jetzt die Münchner Illustrierte gedruckt. Dass das Gerücht in Berlin kursiere, Anette Fröhlich sei erneut schwanger in der angeblich wieder aufgenommenen Beziehung zu Seehofer. Bestätigung dafür gab es nirgendwo, auf Fragen lachte Anette Fröhlich nur. Als stern.de an diesem Donnerstag nachfragte, ließen sowohl Anette Fröhlich als auch Horst Seehofer ausrichten, dass sie keine Stellungnahmen abgeben werden.

Die Story und die Europawahl

Politisch auffallend an zeitweiligen Lieblingsgeschichte in der Berliner Klatschküche war lediglich, dass auch die Existenz anonymer Briefe diesen Inhalts behauptet wurde; herzeigen konnte sie allerdings bisher niemand. In der Szene rund um den Reichstag wurde eifrig auch darüber spekuliert, ob das Gerücht deshalb massiv als Tatsachenbehauptung kolportiert worden sei, um die für Seehofer politisch wichtige Europawahl zu torpedieren. Verdächtig sei doch auch, dass die "Bunte" mit ihrer "Enthüllung" bis nach dieser Wahl gewartet habe.

Und als noch verdächtigerer Tatbestand wird Horst Seehofer und Anette Fröhlich ausgelegt, dass sie es ablehnen, sich zum Babygerücht zu äußern. Das sei so eine Frage, erklären sie Freunden, die man ebenso wenig beantworten dürfe, wie die Frage "Schlagen Sie Ihre Frau immer noch?"

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