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Alltagsrassismus Münchner Stadtrat will rassistisches N-Wort im öffentlichen Raum verbieten

Das Rathaus in München. Der Stadtrat möchte gegen das N-Wort schärfer vorgehen.
Das Rathaus in München. Der Stadtrat möchte gegen das N-Wort schärfer vorgehen.
© Fotostand / Wagner/ / Picture Alliance
Immer wieder gibt es um das rassistische N-Wort in Deutschland Debatten und Diskussionen. Klare Regelungen gibt es dazu bislang aber kaum. München möchte das nun als eine der ersten Städte ändern.

Früher waren Wörter wie das N-Wort, das Z-Wort oder das M-Wort zwar gang und gäbe, inzwischen werden die Begriffe von vielen Betroffenen aber aufgrund der historischen Umstände als verletzend und herabwürdigend empfunden. Im öffentlichen Raum werden sie aber trotzdem noch oft verwendet, sei es bei der Benennung von Speisen oder in Firmennamen.

Kaum eine Stadt hat auf den Umgang mit den weiterhin bestehenden rassistischen Ausdrücken bislang eine Antwort. Für viele Schwarze Mitbürger:innen und PoC gibt es so kaum einen Schutz vor den von Betroffenen als alltäglich empfundenen diskriminierenden Zuständen. Als erste Stadt in Deutschland beschloss Köln im Mai 2020, dass das N-Wort rassistisch sei und damit nicht in den öffentlichen Raum der Stadt gehöre, später schlossen sich weitere Städte und Kommunen an.

Stadt München will N-Wort aus dem öffentlichen Raum verbannen – Antrag so gut wie beschlossen

Diesen Beispielen folgt nun auch der Stadtrat der Stadt München. In einem Antrag, den SPD und Grüne gemeinsam mit der Fraktion Die Linke/Die PARTEI stellten, fordern die Parteien nun, dass das N-Wort im öffentlichen Raum und dabei insbesondere in städtischen Räumen nicht mehr verwendet wird.

Hintergrund sei laut dem Antrag, dass das N-Wort und dessen Ableitungen "für schwarze Menschen und People of Color (PoC) mit Leid, Diskriminierung, Gewalt, Ungleichheit und Entmenschlichung verbunden" seien. 

Der Antrag ist damit so gut wie beschlossen: Dass der Antrag noch abgelehnt wird, ist angesichts der Machtverteilung im Stadtrat äußerst unwahrscheinlich. Echte Folgen und Strafen wird die Neuerung allerdings wohl auch nicht nach sich ziehen: "Es geht darum, ein Zeichen gegen Rassismus zu setzen und zu zeigen, dass wir das in München nicht tolerieren", sagte SPD-Fraktionschefin Anne Hübner zu BILD.

Quellen:BILD, Radio Gong

tvm

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