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Wirtschaftsminister Friedrich Merz wollte seinen Job: Peter Altmaier zeigt auf Twitter, was er davon hält

Peter Altmaier
Peter Altmaier rückte nach der Wahlniederlage von Friedrich Merz unerwartet ins Zentrum der Diskussionen
© Michele Tantussi/Reuters-Pool / DPA
Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier dürfte die Meldung kalt erwischt haben: Friedrich Merz spekulierte nach der Niederlage bei der Wahl zum CDU-Vorsitzenden auf seinen Job. Altmaier schweigt dazu – seine Social-Media-Aktivitäten sprechen aber Bände.

Friedrich Merz zeigte sich von der Niederlage auf dem Parteitag nur kurz beeindruckt. Nur kurze Zeit, nachdem die Delegierten Armin Laschet statt ihm zum CDU-Vorsitzenden gewählt hatten, lief eine erstaunliche Meldung über die Ticker: Merz hatte Laschet angeboten, in der aktuellen Bundesregierung das Wirtschaftsministerium zu übernehmen. Eine ungewöhnliche Reaktion auf eine verlorene Wahl – zumal der Posten natürlich schon vergeben ist: an Peter Altmaier, der seit Monaten versucht, die deutsche Wirtschaft durch die Corona-Krise zu bringen.

Altmaier selbst beißt sich auf die Zunge, zumindest vorerst. Dabei ist der 62-Jährige auf Twitter normalerweise sehr aktiv und lässt auch gerne mal einen lockeren Spruch vom Stapel. In seiner bisher letzten Äußerung gratulierte er Laschet zum Wahlsieg und lobte dessen Konkurrenten Merz und Röttgen für einen "fairen Wahlkampf". Zumindest in Bezug auf Merz dürfte Altmaier das mittlerweile anders sehen. Den Eindruck vermitteln auch seine Twitter-Aktivitäten im Hintergrund.

Peter Altmaier spricht durch Likes auf Twitter

Denn auch wenn der Wirtschaftsminister sich nicht öffentlich äußert, sprechen seine Likes auf der Social-Media-Plattform Bände. Nachdem der Vorstoß von Merz öffentlich geworden war, verteilte Altmaier zuerst ein Herz an einen Tweet seines Parteifreunds Frank Sarfeld, der klar gegen Merz schoss: "Was für eine Hybris. 'ICH ICH ICH' will, dass @peteraltmaier rausgeworfen wird. Warum bin ich jetzt so gar nicht überrascht. Der #cdubpt21 ist noch nicht einmal zu Ende, und schon wird von #Merz wieder #gezündelt. So geht #wegenmorgen NICHT. Gute Reise, @_FriedrichMerz", schrieb Sarfeld zu einer Meldung über Merz' Angebot.

Altmaier likte auch einen Tweet von Frederic Becker, Mitglied der Jungen Union aus Altmaiers Heimat, dem Saarland. Becker hatte kurz und prägnant festgestellt: "Der Bundeswirtschaftsminister heißt @peteraltmaier. Ende der Durchsage! #wegenmorgen".

Wirtschaftsminister: Friedrich Merz wollte seinen Job: Peter Altmaier zeigt auf Twitter, was er davon hält

So sieht es auch Altmaier, so sieht es auch die Bundeskanzlerin. Angela Merkel hatte kurz nach den Äußerungen von Merz über ihren Regierungssprecher Steffen Seibert mitteilen lassen, sie plane "keine Regierungsumbildung". Wirklich um seinen Posten bangen musste Altmaier also wahrscheinlich nie.

Quellen: Peter Altmaier / Friedrich Merz

epp

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