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Piraten-Partei Kein neuer Vorstand vor der Bundestagswahl


Beim Parteitag der Piraten soll kein neuer Vorstand gewählt werden. So will es laut einer Mitgliederbefragung die Basis der Partei. Doch Geschäftsführer Ponader erhält schlechte Noten.

Trotz aller Personalquerelen wird die Piratenpartei voraussichtlich mit ihrem amtierenden Vorstand in den Bundestags-Wahlkampf ziehen. Nach einer Mitgliederbefragung sagte Parteichef Bernd Schlömer am Montag in Berlin, die größte Unterstützung habe ein Vorschlag erhalten, den anstehenden Parteitag im Mai nur dem Programm zu widmen und nicht die Führung neu zu wählen. Eine weitere mögliche Option wäre die Nachwahl von zwei vakanten Vorstandsposten. Darüber entscheiden soll der Bundesvorstand am Mittwoch.

Bei der parteiinternen Umfrage war der umstrittene Geschäftsführer der Piraten, Johannes Ponader, abgestraft worden. Wie Ponader am Samstag selbst über den Kurznachrichtendienst Twitter mitteilte, haben ihm fast 1200 Parteimitglieder die Schulnote sechs gegeben, zusammen nur gut 600 die Noten eins bis vier.

An der Befragung hatten etwa 5000 der 32 000 Mitglieder der Piraten teilgenommen. Über die Hälfte der Teilnehmer wollte sich zu Ponader allerdings überhaupt nicht äußern. Ponader war in den letzten Monaten immer wieder zum Rücktritt aufgefordert worden. Ihm wird erhebliche Mitschuld am Niedergang der Partei in den Meinungsumfragen gegeben.

vim/DPA DPA

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