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Verdacht der Terrorismusfinanzierung: Polizeiaktion gegen islamistische Szene in mehreren Bundesländern

Derzeit findet eine großangelegte Polizeiaktion an mehreren Standorten in Deutschland statt. Es soll sich um eine Aktion gegen die islamistische Szene handeln. Hintergrund sei der Verdacht der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat.

Thüringen

Ein Polizeiauto steht während eines Anti-Terror-Einsatzes vor einem Haus in Jena

In mehreren Bundesländern laufen seit Dienstagmorgen Anti-Terror-Einsätze der . Nach Angaben des Landeskriminalamtes in Erfurt wurden zeitgleich insgesamt zwölf Wohnungen und eine Gemeinschaftsunterkunft in Thüringen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Bayern durchsucht. Es gehe unter anderem um den Verdacht der Terrorismusfinanzierung.

Die Ermittlungen richten sich in erster Linie gegen einen 28-jährigen russischen Staatsangehörigen aus der Volksgruppe der Tschetschenen, wie das LKA weiter mitteilte. Er soll beabsichtigt haben, sich der Terrororganisation Islamischer Staat in Syrien anzuschließen. Eine konkrete Anschlagsgefahr hätten die Ermittlungen bislang nicht ergeben. Dennoch sei laut LKA Anlass der Ermittlungen, der Verdacht der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat i. S. § 89a StGB.

Verdacht der Terrorismusfinanzierung

Im Zuge der Ermittlungen habe sich sowohl gegen diesen Beschuldigten und weitere zehn Männer und drei Frauen russischer Staatsangehörigkeit mit tschetschenischer Volkszugehörigkeit zwischen 21 und 31 Jahren aus Thüringen, Hamburg und Dortmund der Verdacht der Terrorismusfinanzierung nach § 89 c des Strafgesetzbuches ergeben. Bei den Beschuldigten soll es sich zudem um Asylsuchende handeln, deren Aufenthaltsstatus in Deutschland bisher nicht abschließend geklärt sei.

amt / DPA