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Reaktion auf "aktuelle Debatte" Alice Schwarzer gründet Stiftung für Chancengleichheit


Am Tag, an dem sie im Zentrum der Diskussion um Steuerbetrug und Persönlichkeitsrecht steht, hat Alice Schwarzer eine Stiftung für Chancengleichheit gegründet. Das Projekt sei seit langem geplant.

Die Frauenrechtlerin Alice Schwarzer gründet mit einer Million Euro eine Stiftung zur Chancengleichheit. Das teilte die von ihr herausgegebene Zeitschrift "Emma" am Montag auf ihrer Internetseite mit. Das Projekt sei seit Monaten in Vorbereitung. Doch wegen der "aktuellen Debatte" habe sich Schwarzer entschlossen, mit der Ankündigung früher als geplant an die Öffentlichkeit zu gehen.

Schwarzer steht wegen einer zugegebenen Steuerhinterziehung unter Beschuss. Sie selbst gebe zum Start eine Million Euro als Stiftungskapital, hieß es in der Mitteilung. Künftig würden auch die Gewinne der Zeitschrift "Emma" zum Betrieb der Stiftung beitragen. Diese soll in vielen Bereichen Chancengleichheit und Menschenrechte von Frauen und Mädchen fördern.

Ihre Steuerbeichte hatte der 71-Jährigen zuvor scharfe Kritik eingebracht und gleichzeitig eine neue Debatte über das Steuergeheimnis und den Schutz von Persönlichkeitsrechten ausgelöst. Der Bund der Steuerzahler nannte die Veröffentlichung des Falls falsch und fatal, da auf diese Weise das Instrumente der Selbstanzeige ad absurdum geführt werde. Die Medien verwiesen auf ein öffentliches Interesse am Fall Alice Schwarzer. Die Frauenrechtlerin hatte durch eine Stellungnahme auf ihrer Homepage, in der sie teilweise eine Rechtfertigung für ihre Steuerhinterziehung beschrieb, die Diskussion zusätzlich angeheizt.

dho/DPA DPA

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