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Rekordflut: Deutschlands teuerste Naturkatastrophe

Die Flut im Juni in Ostdeutschland und Bayern könnte die kostspieligste Naturkatastrophe aller Zeiten in Deutschland werden. Rückversicherungen taxieren die Schäden auf bis zu 5,8 Milliarden Euro.

Die Flut in Ostdeutschland und Bayern im Juni ist laut der Münchener Rück womöglich die Naturkatastrophe mit den kostspieligsten Schäden aller Zeiten in Deutschland. "Die endgültige Schadenhöhe steht noch nicht fest, aber es ist gut möglich, dass es die teuerste Naturkatastrophe in der deutschen Geschichte wird", sagte Peter Höppe, Meteorologe und Leiter der Georisikoforschung des weltgrößten Rückversicherers, der "Süddeutschen Zeitung".

Für alle betroffenen Länder in Europa zusammen rechnet Munich Re für 2013 mit mehr als zwölf Milliarden Euro ökonomischen Flutschäden, davon drei Milliarden Euro versicherten Schäden.

Höher als bei der Elbe-Flut 2002

Der Schweizer Rückversicherer Swiss Re taxiert die Schäden etwas höher auf bis zu 3,5 Milliarden Euro. Die auf Katastrophenanalysen spezialisierte US-Agentur Air Worldwide geht sogar von bis zu 5,8 Milliarden Euro versicherten Schäden alleine in Deutschland aus.

Experten des Rückversicherungsmaklers Willis Re veranschlagen den versicherten Schaden durch das Hochwasser europaweit auf bis zu vier Milliarden Euro. Teuer kommt die Flut die Versicherer vor allem in Deutschland. Nach Schätzungen des deutschen Branchenverbands GDV werden die versicherten Schäden mit fast zwei Milliarden Euro höher ausfallen als bei der verheerenden Elbe-Flut im Jahr 2002.

ins/Reuters / Reuters